Musik
Diese Liste zeigt: 2016 war ein schwarzes Jahr für die Pop-Welt

Bowie, Cohen, Prince und jetzt auch noch George Michael – der Tod so mancher Legende hat die Musikwelt 2016 ärmer gemacht. Eine Auswahl.

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George Michael starb im Alter von 53 Jahren.

George Michael starb im Alter von 53 Jahren.

Keystone
Grafitti von David Bowie in Südlondon
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Bowie mit Ehefrau und Ex-Model Iman 2002 am Fashion Awards in New York. Legende FILE - In this June 3, 2002, file photo, Iman, left, and her husband, singer David Bowie arrive at the Council of Fashion Designers of America Fashion Awards in New York. Bowie, the innovative and iconic singer whose illustrious career lasted five decades, died Monday, Jan. 11, 2016, after battling cancer for 18 months. He was 69. (AP Photo/Suzanne Plunkett, File)
David Bowie 1980
David Bowie am Live Aid 1985
David Bowie beim Barbecue im Football-Stadion von Philadelphia 1987
David Bowie mit Blondie-Sängerin Debbie Harry.
David Bowie am Live Aid 1985
David Bowie am Live Aid 1985
David Bowie am Live Aid 1985
David Bowie in Toronto 1999
Bowies Karriere ist wie ein Kaleidoskop...bunt, vielschichtig, fragmentiert...
David Bowie in London 2002
David Bowie in Norwegen 2002
David Bowie
2008
David Bowie.
Skandalumwittert: Es geht die Geschichte, dass er zusammen mit Mick Jagger von den Rolling Stones ins Bett ging... Rockstar David Bowie (Archiv)
Kurz nach der Veröffentlichung seines neusten Albums «Blackstars» verstarb der britische Künstler David Bowie mit 69 Jahren.
Im Videoclip zu «Black Star».
David Bowie trat auch am Montreux Jazz Festival auf. 2002 war er hier in der Stravinski Hall zu hören (Archiv)
Gitarren als Noten.

Grafitti von David Bowie in Südlondon

Keystone

Der britische Rockmusiker gehörte zu den einflussreichsten Musikern der vergangenen Jahrzehnte. Im Laufe seiner Karriere erfand er sich immer wieder neu. Zu seinen berühmtesten Liedern zählen «Let»s Dance«, »Heroes« und »Life on Mars". Bowie starb am 10. Januar.

Glenn Frey

Glenn Frey

Keystone

Der US-amerikanische Gitarrist, Sänger und Songschreiber gründete 1971 die Rockband Eagles mit. Sie wurde zum Inbegriff des California Rock. Zu den bekanntesten Titeln zählen «Hotel California» und «Take It Easy». Frey starb am 18. Januar.

Maurice White

Maurice White

KEYSTONE/AP/MATT SAYLES

Der Afroamerikaner war Gründer und Vordenker der Funk-Band Earth, Wind & Fire. Mit Hits wie «September», «Shining Star» und «Boogie Wonderland» prägte er die Ende der 1960er gegründete Gruppe den Sound ihrer Zeit. White starb am 3. Februar.

Keith Emerson

Keith Emerson

KEYSTONE/AP Invision/PAUL A. HEBERT

Die beiden britischen Musiker Keith Emerson und Greg Lake gründeten 1970 gemeinsam mit Carl Palmer das Rocktrio Emerson, Lake and Palmer. Die Formation gehörte zu den Avantgardisten in der Rockmusik und veröffentlichte zahlreiche Platin-Alben. Die Ballade «Lucky Man» gehörte zu ihren bekanntesten Hits. Beide waren auch als Solokünstler aktiv. Keyboard-Legende Emerson starb am 11. März, Sänger und Gitarrist Lake am 7. Dezember.

Roger Cicero

Roger Cicero

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Der Jazz-Sänger machte mit seiner Mischung aus Pop, Jazz und Swing, gewürzt mit Wortspielereien, den deutschsprachigen Swing salonfähig. 2007 gewann er den Musikpreis Echo als bester Rock/Pop-Sänger. Markenzeichen von «Mr. Swing» war sein obligatorischer Hut. Cicero starb am 24. März.

Prince wurde am Donnerstag, 21. April 2016, leblos in einem Lift seines Paisley-Park-Studios nahe Minneapolis aufgefunden. – Im Bild: Bei einem Konzert in Las Vegas im Mai 2013.
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Prince
Prince starb im Alter von 57 Jahren. Das Bild zeigt ihn am Montreux Jazz Festival im Juli 2013.
Der Tod von Prince spricht sich schnell herum. Erste Fans versammeln sich vor seinen Studios.
Der Eingang zu den Paisley Park Studios.
Fans trauern vor dem Anwesen von Prince.
Eines der letzten öffentlichen Bilder von Prince: Am 3. März 2016 verlässt er ein Basketballspiel in Oakland, Kalifornien.
Zahlreiche Medien stehen am Todestag vor dem Anwesen von Prince.
Fans trauern vor dem Anwesen von Prince, dem «Paisley Park» in Minneapolis.
Fans trauern vor dem Anwesen von Prince, dem «Paisley Park» in Minneapolis.
Der Mercedes-Benz Superdome in New Orleans erstrahlt in jener Farbe, die an Prince' Welthit «Purple Rain» erinnert.
Fans trauern auch in Los Angeles um Prince.
Fans trauern auch in Los Angeles um Prince.
Ein trauernder Fan vor dem Anwesen von Prince – darüber ein Regenbogen.
Grosse Trauer: Fans können den Tod von Prince nicht fassen.
Eine Zeit lang nannte sich Prince «Der Künstler, früher bekannt als Prince»
Er gilt als einer der einflussreichsten Musiker seiner Zeit.
Magisch: Prince liess niemanden kalt.
Mit der Schauspielerin Eva Longoria 2016 während eines Basketball-Spiels.
Prince mit einer extravaganten Gitarre.
Prince trat mehrmals in Montreux am Jazz-Festival auf - hier 2007.
Seine grösste Zeit hatte der Künstler in den 1980er-Jahren.
Prince befindet sich 1985 auf dem Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens - hier an der «Purple Rain»-Tour im Januar 1985.
Seinen grössten Hit landete er mit «Purple Rain».
Exzentrische Auftritte gehörten zu seinem Stil.
Prince bei der Verleihung der American Music Awards in Los Angeles. (November 2015)
Prince im Jahr 2011 bei einem Konzert am Sziget Festival bei Budapest.

Prince wurde am Donnerstag, 21. April 2016, leblos in einem Lift seines Paisley-Park-Studios nahe Minneapolis aufgefunden. – Im Bild: Bei einem Konzert in Las Vegas im Mai 2013.

Chris Pizzello/Invision/AP/Invision

Der US-Popmusiker galt als einer der bedeutendsten Musiker der vergangenen Jahrzehnte. Von dem siebenfachen Grammy-Gewinner stammen Welthits wie «Purple Rain», «Sign O' The Times», «Kiss» und «When Doves Cry». Er produzierte Alben und schrieb Songs für andere Musiker. Prince starb am 21. April.

Der kanadische Singer-Songwriter Leonard Cohen ist im Alter von 82 Jahren gestorben.
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Seine rauchige Stimme war sein Markenzeichen.
Den schwarzen Hut trug er tief in die Stirn gezogen, er war umgeben von einer Aura tiefster Melancholie.
Eine Trauerfeier soll in Los Angeles stattfinden.
Geboren wurde Leonard Norman Cohen 1934 in eine jüdische Familie in der ostkanadischen Stadt Montreal hinein.
Sänger Leonard Cohen (1934-2016)
Cohen wollte schreiben, Gedichte und später auch Romane. In den frühen 60er Jahren zog er sich dafür zeitweise völlig auf die griechische Insel Hydra zurück. Viele seiner Veröffentlichungen wurden von Kritikern gefeiert. 2011 bekam er sogar den spanischen Prinz-von-Asturien-Preis für Literatur.
Aber in den 60er Jahren reichten ihm die Einnahmen aus dem Schreiben nicht zum Leben. Also zog Cohen Ende der 60er Jahre nach New York und nahm die Musik wieder auf - bald mit grossem Erfolg.
Cohen-Songs wie "Suzanne", "So Long, Marianne", "First We Take Manhattan (Then we take Berlin)", "Hallelujah" und "Chelsea Hotel #2" gelten längst als Klassiker.
Erst Mitte Oktober hatte Cohen kurz nach seinem 82. Geburtstag das dritte Studioalbum in nur fünf Jahren veröffentlicht.
Auf der Platte "You Want It Darker" machte er sich bei aller Kreativität Gedanken über die eigene Sterblichkeit.

Der kanadische Singer-Songwriter Leonard Cohen ist im Alter von 82 Jahren gestorben.

Keystone

Seinen Durchbruch als Sänger und Songschreiber schaffte der Kanadier in den 1960er Jahren in New York. Dort lebte er im legendären Chelsea Hotel und lernte Kollegen wie Bob Dylan, Joni Mitchell und Janis Joplin kennen. Songs wie «Hallelujah», «Suzanne» oder «So long Marianne» machten Cohen weltberühmt. Er starb am 11. November.

Rick Patfitt

Rick Patfitt

KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI

Der Gitarrist der britischen Rockband Status Quo galt als der «wilde alte Mann des Rock'n'Roll». Aus seiner Feder stammen einige der bekanntesten Songs der Band wie «Whatever You Want». Nach fast 50 Jahren bei Status Quo soll er eine Solokarriere geplant haben. Parfitt starb am 24. Dezember.

George Michael
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Der Sänger starb eines natürlichen Todes.
Michael hatte 1981 mit seinem Schulfreund Andrew Ridgeley die Band Wham! gegründet.
Mit Wham! feierten Michael und Ridgeley internationale Erfolge.
Zu ihren erfolgreichsten Songs gehörten "Last Christmas", "Wake Me Up Before You Go-Go" und "Careless Whisper".
George Michael verkaufte fast 100 Millionen Alben.
1987 startete er eine Solokarriere.
Immer wieder hatte George Michael jedoch auch mit Drogenproblemen Schlagzeilen gemacht.

George Michael

Keystone

Und nun erreicht uns kurz vor Ende des Jahres noch eine weitere traurige Botschaft: George Michael ist am ersten Weihnachtsfeiertag in seinem Haus «friedlich eingeschlafen». Das berichtete die Agentur PA am Sonntagabend unter Berufung auf seinen Sprecher.