Verbotene Vulkanbesichtigung

Während der Kongress einmal mehr darüber verhandelte, ob die Schuldengrenze der USA angehoben werden dürfe, kam es zum Shutdown. Das hatte unter anderem zur Folge, dass alle Nationalpärke geschlossen wurden.

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Während der Kongress einmal mehr darüber verhandelte, ob die Schuldengrenze der USA angehoben werden dürfe, kam es zum Shutdown. Das hatte unter anderem zur Folge, dass alle Nationalpärke geschlossen wurden. Doof nur, war ich mit sechs anderen Sprachschülern genau zu diesem Zeitpunkt nach Big Island gereist, der einzigen Insel Hawaiis, auf der es noch aktive Vulkane gibt. Wir wollten Lava sehen. Uns wurde zwar gesagt, es seien momentan keine Vulkane aktiv. Doch bereits von dem Haus aus, welches wir gemietet hatten, sah man in der Ferne Glutwolken aufsteigen. Zu zweit fuhren wir im Schutz der Dunkelheit los, um den Vulkan von nahem zu bestaunen. Der Haupteingang des Nationalparks war verbarrikadiert, und zwei Wächter patrouillierten davor. Wir fanden aber einen Seiteneingang, durch den wir hineinkletterten. Etwa eine halbe Stunde lang joggten wir durch die Finsternis. Aus Angst, entdeckt zu werden, wagten wir nicht, unsere Taschenlampen einzuschalten. So war das einzige, was wir in der Dunkelheit ausmachen konnten, die weisse Mittellinie der Strasse, der wir folgten. Je näher wir dem Vulkan kamen, desto stärker wurde der Schwefelgeruch und desto schwerer fiel uns das Atmen. Dann erreichten wir den Rand des Kessels und unter uns lag der aktive Schildvulkan Kilauea. Etwa 30 Meter hoch sprudelte die Lava aus den Ritzen der Kruste. Es war ein unglaubliches Gefühl.

Notiert: Vera Pfister

Nino Girardi (19) Student aus Niederteufen (Bild: pd)

Nino Girardi (19) Student aus Niederteufen (Bild: pd)

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