Vater tritt als Privatkläger auf

Der Vater des Ende Juli in einem überhitzten Auto gestorbenen Mädchens aus dem Kanton Thurgau will eine weitere juristische Aufarbeitung des Falls. Die Sechsjährige war im Fahrzeug auf einem Tessiner Campingplatz von der Mutter zurückgelassen worden.

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Auf diesem Parkplatz im Tessin verlor das Kind sein Leben. (Bild: Keystone)

Auf diesem Parkplatz im Tessin verlor das Kind sein Leben. (Bild: Keystone)

Als Familienmitglied trete der Vater als Privatkläger auf, sagte der Sprecher der Tessiner Staatsanwaltschaft, Saverio Snider, am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Er bestätigte entsprechende Berichte des Tessiner Fernsehens RSI und der Online-Ausgabe der Tageszeitung Blick.

Es könne davon ausgegangen werden, dass der Tod des Kindes schnell eintrat, sagte Snider. Das Kind sei gesund gewesen, und der Körper habe keine besonderen Spuren aufgewiesen.

Weitere Informationen wollte der Sprecher in Hinblick auf die noch laufenden Untersuchungen nicht geben. Zuletzt war in der Schweiz Ende August 2014 ein Kleinkind gestorben, nachdem es sein Vater im Auto auf dem Firmenparkplatz vergessen hatte. Der Vater hatte es versäumt, das 16-monatige Baby wie üblich am Morgen bei der Kindertagesstätte abzugeben. Nach Feierabend am späten Nachmittag bemerkte er das Drama. (sda)