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UNSPUNNEN: Zum Unspunnenfest: Was man ausser Steinen auch noch werfen kann

Nur eine Wurfdisziplin ist noch urchiger als das Steinstossen mit dem Unspunnenstein. Doch skurriler geht immer: Fünf seltsame Wurf-Wettkämpfe.
Johannes Wey
Markus Maire ist mit 4,11 Metern der Rekordhalter mit dem 83,5 Kilogramm schweren Unspunnen-Stein. (Bild: MARTIN RUETSCHI (KEYSTONE))

Markus Maire ist mit 4,11 Metern der Rekordhalter mit dem 83,5 Kilogramm schweren Unspunnen-Stein. (Bild: MARTIN RUETSCHI (KEYSTONE))

Dinge werfen. Archaischer können sich Männer kaum auf friedliche Art und Weise messen. Das Steinstossen gehört dabei zweifellos zu den ursprünglichsten Disziplinen. Und weil Männer gerne übertreiben, ist der Unspunnenstein mit seinen 83,5 Kilogramm in der Schweiz das Mass aller Dinge. Am Sonntag können sich echte Männer am Unspunnenfest wieder beweisen.

Die Faszination des Werfens beschränkt sich aber nicht auf Steinbrocken. Wir haben die skurrilsten Disziplinen zusammengetragen:

Baumstammwerfen der Frauen bei den Appowila Highland Games 2015. (Bild: Peter Käser)

Baumstammwerfen der Frauen bei den Appowila Highland Games 2015. (Bild: Peter Käser)

1. Baumstammwerfen: Mindestens ebenso urchig wie das Steinstossen mit dem Unspunnenstein ist das Baumstammwerfen, das die Bewohner der schottischen Highlands pflegen. Zu sehen ist der Kraftsport jeweils auch an den Highland Games in Abtwil, die vom 1. bis zum 3. September wieder stattfinden.

Ein Teilnehmer bei den Weltmeisterschaften im Handy-Werfen im finnischen Savonlinna. (Bild: Keystone)

Ein Teilnehmer bei den Weltmeisterschaften im Handy-Werfen im finnischen Savonlinna. (Bild: Keystone)

2. Der Handyweitwurf: Seit 2000 finden im finnischen Savonlinna die "Mobile Phone Throwing World Championships" statt (die seit einigen Jahren aber pausiert). Bald darauf wurden nationale Konkurrenzen ins Leben gerufen, wobei die Sieger oft die Reise zu den Weltmeisterschaften nach Finnland, übrigens die Heimat der als unverwüstlich geltenden Nokia-Handys, gewinnen können. Spitzenathleten werfen die Mobiltelefone über 100 Meter weit.

3. Gummistiefelweitwurf: Kann das ein Zufall sein? Auch beim Gummistiefelweitwurf waren die Finnen die Ersten. Die Wurzeln des Sports gehen angeblich auf Seeleute Ende des 19. Jahrhunderts zurück, seit 1975 wird der Gummistiefelweitwurf als Mannschaftssport mit offiziellem Regelwerk ausgetragen. Die Technik erinnert dabei an den Hammerwurf.



Ein Teilnehmer bei den ersten Schweizer Meisterschaften im Axtwurf. (Bild: SAMUEL GOLAY (KEYSTONE/TI-PRESS))

Ein Teilnehmer bei den ersten Schweizer Meisterschaften im Axtwurf. (Bild: SAMUEL GOLAY (KEYSTONE/TI-PRESS))

4. Axt- oder Beilwurf: Wie bei Winnetou oder den Wikingern - der (einhändige) Beilwurf und der (beidhändige) Axtwurf erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. 2016 fanden in Faido im Tessin die ersten Schweizer Meisterschaften im Axtwurf statt, rund 30 Männer und Frauen nahmen an diesem Wettkampf teil.

Zwergenwurfszene aus "The Wolf of Wallstreet": In vielen Ländern gibt es Verbote. (Bild: Screenshot Youtube)

Zwergenwurfszene aus "The Wolf of Wallstreet": In vielen Ländern gibt es Verbote. (Bild: Screenshot Youtube)

5. "Zwergenweitwurf" oder "Dwarf Tossing": Beim Wettkampf wird ein Kleinwüchsiger auf eine Matte geworfen. Diese wohl skurrilste Wurfsportart ist mittlerweile aus ethischen Gründen in vielen Ländern verboten. Allerdings gibt es auch zwei Fälle, in denen Kleinwüchsige gegen entsprechende Verbote klagten, weil sie ihren Lebensunterhalt damit bestritten. Verbreitet ist der "Zwergenweitwurf" vor allem in Australien.

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