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UNGLÜCK AM GOTTHARD: Armeeheli berührte Stromkabel – beide Piloten tot

Kaum einen Monat nach dem Absturz eines F/A-18-Jets ist ein Super Puma der Armee abgestürzt. Beide Piloten kamen ums Leben. Laut dem Armeechef hat der Helikopter ein Stromkabel berührt. Verteidigungsminister Parmelin sprach vor Ort von einem «neuen Drama für das VBS».
Der "Super Puma" ist komplett abgebrannt. (Bild: SAMUEL GOLAY (TI-PRESS))

Der "Super Puma" ist komplett abgebrannt. (Bild: SAMUEL GOLAY (TI-PRESS))

Ein Flughelfer, der mit den Piloten an Bord war, wurde beim Absturz am Mittwochmittag ebenfalls verletzt. Passagiere waren hingegen keine an Bord. Der Flug fand im Rahmen einer OSZE-Inspektion statt.

Luftwaffenchef Aldo Schellenberg zeigte sich an einer Medienkonferenz am Nachmittag «tief erschüttert». Es falle ihm unglaublich schwer, knapp einen Monat nach dem letzten Unglück schon wieder vor die Medien treten zu müssen, sagte er. Ende August war ein Pilot der Schweizer Armee beim Absturz eines F/A-18-Kampfjets ums Leben gekommen.



Der Unfall ereignete sich rund 50 Meter vom Gotthard-Hospiz entfernt, unmittelbar an der alten Tremola-Passstrasse. Der Flug fand im Rahmen einer OSZE-Inspektion statt, wie Schellenberg sagte. Eine Delegation mit vier französischen Offizieren und mehreren Schweizer Begleitern wollte eine militärische Anlage auf dem Gotthard besichtigen.

Kabel touchiert
Kurz nachdem die Passagiere den Helikopter verlassen hatten, kam es zum Absturz. Der Helikopter habe ein Stromkabel berührt, sagte Armeechef André Blattmann an der Absturzstelle gegenüber Medienvertretern. Es ist jedoch nicht klar, ob es sich dabei um die alleinige Unfallursache handelt. Auf Leserbildern verschiedener Newsportale war zu sehen, wie Flammen aus dem Wrack hochschlugen und dichter, schwarzer Rauch aufstieg. Augenzeugen berichteten von einem Knall.

Am späten Nachmittag waren vor Ort nur noch verkohlte Trümmer übrig, wie der Tessiner sda-Korrespondent berichtete. Die beiden Reifen, auf denen der Helikopter eigentlich sicher auf dem Boden hätte aufsetzen sollten, ragten einsam in den blauen Herbsthimmel. Zwei Leichenwagen gaben Gewissheit darüber, dass für zwei Menschen jede Hilfe zu spät kam.

SUPERPUMA, ABSTURZSTELLE, UNFALL, (Bild: SAMUEL GOLAY (KEYSTONE/TI-PRESS))SUPERPUMA, ABSTURZSTELLE, UNFALL, (Bild: SAMUEL GOLAY (KEYSTONE/TI-PRESS))
SUPERPUMA, ABSTURZSTELLE, UNFALL, (Bild: SAMUEL GOLAY (KEYSTONE/TI-PRESS))SUPERPUMA, ABSTURZSTELLE, UNFALL, (Bild: SAMUEL GOLAY (KEYSTONE/TI-PRESS))
SUPERPUMA, ABSTURZSTELLE, UNFALL, (Bild: SAMUEL GOLAY (KEYSTONE/TI-PRESS))SUPERPUMA, ABSTURZSTELLE, UNFALL, (Bild: SAMUEL GOLAY (KEYSTONE/TI-PRESS))
SUPERPUMA, ABSTURZSTELLE, UNFALL, (Bild: SAMUEL GOLAY (KEYSTONE/TI-PRESS))SUPERPUMA, ABSTURZSTELLE, UNFALL, (Bild: SAMUEL GOLAY (KEYSTONE/TI-PRESS))
SUPERPUMA, ABSTURZSTELLE, UNFALL, (Bild: SAMUEL GOLAY (KEYSTONE/TI-PRESS))SUPERPUMA, ABSTURZSTELLE, UNFALL, (Bild: SAMUEL GOLAY (KEYSTONE/TI-PRESS))
SUPERPUMA, ABSTURZSTELLE, UNFALL, (Bild: SAMUEL GOLAY (KEYSTONE/TI-PRESS))SUPERPUMA, ABSTURZSTELLE, UNFALL, (Bild: SAMUEL GOLAY (KEYSTONE/TI-PRESS))
SUPERPUMA, ABSTURZSTELLE, UNFALL, (Bild: SAMUEL GOLAY (KEYSTONE/TI-PRESS))SUPERPUMA, ABSTURZSTELLE, UNFALL, (Bild: SAMUEL GOLAY (KEYSTONE/TI-PRESS))
SUPERPUMA, ABSTURZSTELLE, UNFALL, (Bild: SAMUEL GOLAY (KEYSTONE/TI-PRESS))SUPERPUMA, ABSTURZSTELLE, UNFALL, (Bild: SAMUEL GOLAY (KEYSTONE/TI-PRESS))
SUPERPUMA, ABSTURZSTELLE, UNFALL, (Bild: SAMUEL GOLAY (KEYSTONE/TI-PRESS))SUPERPUMA, ABSTURZSTELLE, UNFALL, (Bild: SAMUEL GOLAY (KEYSTONE/TI-PRESS))
SUPERPUMA, ABSTURZSTELLE, UNFALL, (Bild: SAMUEL GOLAY (KEYSTONE/TI-PRESS))SUPERPUMA, ABSTURZSTELLE, UNFALL, (Bild: SAMUEL GOLAY (KEYSTONE/TI-PRESS))
Feuerwehrleute löschen die brennenden Trümmer des Helikopters. (Bild: Keystone)Feuerwehrleute löschen die brennenden Trümmer des Helikopters. (Bild: Keystone)
Die Trümmer an der Absturzstelle. (Bild: Keystone)Die Trümmer an der Absturzstelle. (Bild: Keystone)
Armeechef André Blattmann (Mitte, in blau) trifft an der Absturzstelle ein. (Bild: Keystone)Armeechef André Blattmann (Mitte, in blau) trifft an der Absturzstelle ein. (Bild: Keystone)
Am Boden liegt die abgedeckte Leiche eines Piloten. (Bild: Keystone)Am Boden liegt die abgedeckte Leiche eines Piloten. (Bild: Keystone)
Stromkabel wurden durchtrennt. (Bild: Keystone)Stromkabel wurden durchtrennt. (Bild: Keystone)
Rettungskräfte bei den Trümmern des verunglückten Militärhelikopters bei der Armeefestung Sasso da Pigna auf dem Gemeindegebiet Airolos, beim Gotthard. (Bild: Keystone)Rettungskräfte bei den Trümmern des verunglückten Militärhelikopters bei der Armeefestung Sasso da Pigna auf dem Gemeindegebiet Airolos, beim Gotthard. (Bild: Keystone)
Ein Armee-Fotograf schiesst Fotos von einem Helikopterteil. (Bild: Keystone)Ein Armee-Fotograf schiesst Fotos von einem Helikopterteil. (Bild: Keystone)
Polizisten und Forensiker stehen in der Nähe der Absturzstelle. (Bild: Keystone)Polizisten und Forensiker stehen in der Nähe der Absturzstelle. (Bild: Keystone)
Die Trümmer des Super Pumas. (Bild: Keystone)Die Trümmer des Super Pumas. (Bild: Keystone)
Die Trümmerteile des Super Pumas. (Bild: Keystone)Die Trümmerteile des Super Pumas. (Bild: Keystone)
Rettungskräfte bei den Trümmern des verunglückten Militärhelikopters bei der Armeefestung Sasso da Pigna auf dem Gemeindegebiet Airolos. (Bild: Keystone)Rettungskräfte bei den Trümmern des verunglückten Militärhelikopters bei der Armeefestung Sasso da Pigna auf dem Gemeindegebiet Airolos. (Bild: Keystone)
Feuerwehrleute löschen Flammen in den Trümmern des Helikopters. (Bild: Keystone)Feuerwehrleute löschen Flammen in den Trümmern des Helikopters. (Bild: Keystone)
Rettungskräfte bei den Trümmern des verunglückten Militärhelikopters bei der Armeefestung Sasso da Pigna auf dem Gemeindegebiet Airolos. (Bild: Keystone)Rettungskräfte bei den Trümmern des verunglückten Militärhelikopters bei der Armeefestung Sasso da Pigna auf dem Gemeindegebiet Airolos. (Bild: Keystone)
Armeechef André Blattmann (Mitte) trifft am Absturzort ein. (Bild: Keystone)Armeechef André Blattmann (Mitte) trifft am Absturzort ein. (Bild: Keystone)
Armeechef André Blattmann (Mitte in blau) und Bundesrat Guy Parmelin (rechts) an der Absturzstelle. (Bild: Keystone)Armeechef André Blattmann (Mitte in blau) und Bundesrat Guy Parmelin (rechts) an der Absturzstelle. (Bild: Keystone)
Armeechef André Blattmann spricht zu den Medien. (Bild: Keystone)Armeechef André Blattmann spricht zu den Medien. (Bild: Keystone)
Bundesrat Guy Parmelin (Mitte) trifft am Unglücksort ein. (Bild: Keystone)Bundesrat Guy Parmelin (Mitte) trifft am Unglücksort ein. (Bild: Keystone)
Korpskommandant Aldo C. Schellenberg, Kommandant Luftwaffe, zweiter von links, spricht an der Seite von Pierre de Goumoens, ZSO Kommandant Luftwaffe, Jürg Nussbaum, Chef Kommunikation Luftwaffe, und Lukas Rechsteiner, Chef Fluglehrer Puma/Cougar, von links, in einer Medienkonferenz zum Militärhelikopterabsturz beim Gotthard-Hospiz. (Bild: Keystone)Korpskommandant Aldo C. Schellenberg, Kommandant Luftwaffe, zweiter von links, spricht an der Seite von Pierre de Goumoens, ZSO Kommandant Luftwaffe, Jürg Nussbaum, Chef Kommunikation Luftwaffe, und Lukas Rechsteiner, Chef Fluglehrer Puma/Cougar, von links, in einer Medienkonferenz zum Militärhelikopterabsturz beim Gotthard-Hospiz. (Bild: Keystone)
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Zwei Tote bei Absturz von Armeeheli



Die genaue Unfallursache war am Mittwoch noch unklar. Die Militärjustiz hat Ermittlungen aufgenommen, wie deren Sprecher Tobias Kühne bestätigte. Untersuchungsrichter seien vor Ort. Die Gotthard-Passstrasse sowie der Luftraum über der Absturzstelle wurden vorübergehend gesperrt.

Auch Verteidigungsminister Guy Parmelin ist am frühen Abend an die Absturzstelle gereist. «Das ist ein neues Drama für das VBS», sagte er gemäss dem sda-Korrespondenten. Er sei sehr traurig und denke an die Angehörigen.

Flüge eingestellt
Die Bergungsarbeiten konnten am Mittwochabend aufgenommen, jedoch wegen der einsetzenden Dunkelheit nicht abgeschlossen werden. Am Donnerstag will die Armee an einem Point de Presse über weitere Details zum Flug informieren.

Bis die Unfallursache geklärt ist, werden als Vorsichtsmassnahme alle Trainingsflüge mit Super-Puma-Helikoptern gestrichen, sagte Schellenberg. Bereits im März 2011 war ein Helikopter des gleichen Typs abgestürzt. Beim Unglück im Maderanertal im Kanton Uri waren drei Personen verletzt worden.

Weitere Einzelheiten zum Helikopter-Absturz können Sie in unserem Newsticker nachlesen.

Polizisten und Beamten sichern Spuren nahe der Absturzstelle. (Bild: SAMUEL GOLAY (TI-PRESS))

Polizisten und Beamten sichern Spuren nahe der Absturzstelle. (Bild: SAMUEL GOLAY (TI-PRESS))

Armeechef André Blattmann hat die Absturzstelle am Gotthard-Hospiz besichtigt. (Bild: SAMUEL GOLAY (KEYSTONE/TI-PRESS))

Armeechef André Blattmann hat die Absturzstelle am Gotthard-Hospiz besichtigt. (Bild: SAMUEL GOLAY (KEYSTONE/TI-PRESS))

Augenzeugen zufolge flog der Helikopter nur knapp über dem Boden, um Material oder Personen aufzuladen, als es zum Unfall kam. (Bild: SAMUEL GOLAY (TI-PRESS))

Augenzeugen zufolge flog der Helikopter nur knapp über dem Boden, um Material oder Personen aufzuladen, als es zum Unfall kam. (Bild: SAMUEL GOLAY (TI-PRESS))

Blick auf die Unfallstelle beim Gotthard-Hospiz. (Bild: Keystone)

Blick auf die Unfallstelle beim Gotthard-Hospiz. (Bild: Keystone)

Rettungskräfte bei den Trümmern des verunglückten Militärhelikopters bei der Armeefestung Sasso da Pigna auf dem Gemeindegebiet Airolos. (Bild: SAMUEL GOLAY (TI-PRESS))

Rettungskräfte bei den Trümmern des verunglückten Militärhelikopters bei der Armeefestung Sasso da Pigna auf dem Gemeindegebiet Airolos. (Bild: SAMUEL GOLAY (TI-PRESS))

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