«Total unsinnig»

Im Zusammenhang mit dem neuen Tabakproduktegesetz, über das in der zweiten Hälfte des Jahres verhandelt werden wird, fordern Gesundheits- und Präventionsorganisationen wie die Lungenliga ein totales Werbeverbot. Der Schweizerische Gewerbeverband und Gleichgesinnte halten das für «total unsinnig».

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Im Zusammenhang mit dem neuen Tabakproduktegesetz, über das in der zweiten Hälfte des Jahres verhandelt werden wird, fordern Gesundheits- und Präventionsorganisationen wie die Lungenliga ein totales Werbeverbot. Der Schweizerische Gewerbeverband und Gleichgesinnte halten das für «total unsinnig». Tabakwerbung, die sich an Minderjährige richte, sei bereits heute verboten – was in der Realität aber anscheinend nicht greift, wie die Westschweizer Studie zeigt. Der Tabakkonsum sinke seit Jahren, sagt der Gewerbeverband, und sei bei den Jugendlichen auf Rekordtiefe gesunken. Jede weitere Einschränkung der Wirtschaftsfreiheit bezeichnet der Verband deshalb «als sinnlose und unverhältnismässige Bevormundung mündiger Bürgerinnen und Bürger». Alle zusätzlichen Werbeeinschränkungen werden vehement abgelehnt. «Mit Ausnahme eines Abgabeverbots an Minderjährige, welches wir befürworten, besteht überhaupt kein Handlungsbedarf. Werbung muss und soll in einer liberalen Gesellschaft als Informations- und Entscheidungshilfe für die Konsumentinnen und Konsumenten ihren Platz haben», hält der Gewerbeverband fest. (Kn.)

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