Tötungsdelikt von Rupperswil: Polizei tappt weiter im Dunkeln

Sechs Tage nach der Bluttat in Rupperswil AG tappt die Polizei noch immer im Dunkeln. Um die Täterschaft zu schnappen, hat die Polizei an Heiligabend Flugblätter verteilt und daraufhin mehrere Dutzend Hinweise erhalten. Diesen sowie einem Hinweis aus Wohlen wird momentan nachgegangen.

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Die Ermittlungen im Tötungsdelikt laufen weiter auf Hochtouren. (Bild: WALTER BIERI (KEYSTONE))

Die Ermittlungen im Tötungsdelikt laufen weiter auf Hochtouren. (Bild: WALTER BIERI (KEYSTONE))

Am Montag waren in Rupperswil AG eine 48-jährige Frau, ihre beiden Söhne im Alter von 13 und 19 Jahren sowie die 21-jährige Freundin des älteren Sohnes im Haus der Familie tot aufgefunden worden. Alle wiesen Stich− oder Schnittverletzungen aus. Ein vorsätzlich gelegter Brand sollte die Spuren verwischen.

Um die Täterschaft zu eruieren, hat die Polizei an Heiligabend in Rupperswil und den umliegenden Gemeinden Flugblätter verteilt. Ziel der Flugblattaktion sei es, «an die Leute im Dorf heranzukommen und zu fragen, ob jemand etwas gesehen hat», sagte Kapo-Sprecher Bernhard Graser gegenüber dem Regionalsender Tele M1.


Die Ermittlungen seien auf Hochtouren am Laufen, und das Verteilen der Flugblätter durch Kantons− und Regionalpolizei sei eine der Massnahmen, die man mit «enorm viel Personal» eingeleitet habe.

Hinweise aus der Bevölkerung
Daraufhin sind mehrere Dutzend Hinweise eingegangen. Diese werden jetzt geprüft, wie Oberstaatsanwalt Philipp Umbricht auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Unter den Hinweisen befinden sich auch zwei Aufnahmen von Videokameras in Fahrzeugen, sogenannten Dashcams. Die Staatsanwaltschaft überprüft auch einen Hinweis aus Wohlen AG.

Dort haben sich gemäss Berichten von Tele Züri und Tele M1 am vergangenen Montag zwei verletzte Personen in einer Apotheke behandeln lassen. Die Staatsanwaltschaft kann diese Angaben nicht bestätigen. Der Hinweis sei auch bei der Polizei eingegangen und werde geprüft, sagte Umbricht.

Zunächst war die Theorie eines Familiendramas aufgekommen. Dann aber tauchten Bilder auf, welche die Mutter am Montagmorgen beim Bargeldbezug in zwei verschiedenen Banken zeigen: in der Hypothekarbank Lenzburg in Rupperswil und in der Filiale der Aargauischen Kantonalbank in Wildegg. Seither sucht die Polizei nach Personen, die am Montagmorgen mit dem späteren Opfer gesprochen oder verdächtige Beobachtungen gemacht haben.


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