THURGAUERIN BEI SRF3: Mona Vetsch: "Schlaf nachholen ist ein guter Plan"

Nach 17 Jahren wird die Thurgauerin Mona Vetsch im Juni ihre Morgensendung bei Radio SRF 3 aufgeben. Ab 2018 wird sie jedoch mit einer eigenen Sendung wieder wöchentlich zu hören sein. "Jetzt ist Zeit für einen Schichtwechsel", sagt sie im Interview.

Miranda Diggelmann
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Die Thurgauerin Radio- und Fernsehmoderatorin Mona Vetsch begleitete 17 Jahre lang die Schweiz auf SRF3 in den Tag hinein. Vetsch: "Das ist schon fast eine biblische Dauer in unserem Metier." (Bild: Nana do Carmo/Archiv)

Die Thurgauerin Radio- und Fernsehmoderatorin Mona Vetsch begleitete 17 Jahre lang die Schweiz auf SRF3 in den Tag hinein. Vetsch: "Das ist schon fast eine biblische Dauer in unserem Metier." (Bild: Nana do Carmo/Archiv)

Mona Vetsch, wie kam es dazu, dass Sie im Juni mit der Morgensendung aufhören? Hatten Sie genug vom frühen Aufstehen?
Mona Vetsch: Ich habe die Morgensendung 17 Jahre lang moderiert. Das ist schon fast eine biblische Dauer in unserem Metier. Es macht mir immer noch enorm Spass. Aber jetzt ist Zeit für einen Schichtwechsel. Sonst fängt man irgendwann an, sich zu wiederholen.

Wie haben Sie die letzten 17 Jahre mit der Morgensendung erlebt? Gab es auch unschöne Erlebnisse?
Vetsch:
Die Aktualität prägt unsere Sendung. Da gab es schon einige schwierige Momente. Wie etwa der Morgen nach dem Carunglück im Wallis, bei dem so viele Kinder umkamen. Dann ganz viel Skurriles wie der Stromausfall, der halb Zürich und auch unser Studio lahmlegte. Ich sendete im Dunkeln mit Notstromaggregat.

Und ihr absolutes Highlight?
Vetsch:
Am schönsten sind die kleinen und grossen Geschichten, die man mit dem Publikum erlebt. Ein Hörer aus Österreich hat einmal versprochen, sein Kind Mona zu nennen, falls es ein Mädchen wird. Monate später erhielt ich die Geburtsanzeige – Mona ist jetzt einjährig.

Worum wird es in Ihrer neuen Sendung gehen? Dürfen Sie das bereits verraten?
Vetsch:
Sicher ist nur, dass es eine wöchentliche Sendung wird. Wir haben viele Ideen, aber noch keinen konkreten Plan. Im nächsten halben Jahr wird es mir darum nicht langweilig. Das ist gut so.

Fällt Ihnen der Abschied von der Morgensendung leicht oder verabschieden Sie sich nur schweren Herzens?
Vetsch:
Wenn ein Abschied nicht weh tut, ist man zu spät gegangen! Aber es ist eher ein süsser Schmerz. Ich habe alles umsetzen können, was ich mir gewünscht habe, und noch viel mehr erlebt. Das ist ein schönes Gefühl.

Auf was freuen Sie sich nun am meisten?
Vetsch:
Im Moment freue ich mich auf die kommenden Wochen in der SRF 3-Morgensendung. Wenn das Ende in Sicht ist, geniesst man bewusster. Und danach? Schlaf nachholen ist sicher ein guter Plan.

Sind bereits weitere Projekte geplant?
Vetsch:
Ich bin beim Schweizer Fernsehen für zwei Projekte im Einsatz. Die Auswanderergeschichten der «DOK»-Serie «Auf und davon Spezial» laufen aktuell am Freitagabend. Ausserdem drehen wir für das neue Gesellschaftsformat «HE!MATLAND» am Donnerstagabend. Ich tauche in Schweizer Lebenswelten ein, in die man sonst kaum Einblick hat. Ein spannendes Projekt – im Herbst werden wir damit fertig sein.