TEXTILIEN: Geiler Stoff!

Kugelsichere Westen, Chemieschutzanzüge oder gar ein künstliches Herz: Textilien können heute so einiges. Das St.Galler Textilmuseum zeigt die fast unbegrenzten Möglichkeiten.

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Vorne Mode von Akris mit eingearbeiteten LED-Leuchten, hinten ein Chemieschutzanzug und eine Kugelsichere Weste: Der Anwendungsbereich von Textilien kennt kaum Grenzen. (Bild: Jil Lohse)

Vorne Mode von Akris mit eingearbeiteten LED-Leuchten, hinten ein Chemieschutzanzug und eine Kugelsichere Weste: Der Anwendungsbereich von Textilien kennt kaum Grenzen. (Bild: Jil Lohse)

Textilien sind mehr als Kleider und Teppiche. Definitionsgemäss gilt jedes Material, das aus Fasern hergestellt wird, als Textilie. "Wenn man sich Fussball ohne Textilien vorstellen will, bleibt heute kaum mehr, als die nackten Spieler - und zum Teil nicht einmal der Rasen, auf dem sie stehen", bringt es Silvia Gross vom St.Galler Textilmuseum auf den Punkt. Dort läuft seit Mittwoch die neue Ausstellung "Neue Stoffe - New Stuff", die sich technischen Textilien widmet.

Technische Funktionen erfüllten Textilien schon immer - sei es in der Seefahrt, der Architektur oder in der Karosserie des DDR-Autos "Trabant". Gerade in den letzten Jahren und Jahrzehnten gab es in der Technologie aber eine sprunghafte Entwicklung. Das Textilmuseum zeigt eine Reihe moderner Anwendungsbeispiele, von denen die Besucher viele auch befühlen können. Wir zeigen eine Auswahl in unserer Bildergalerie. (jw)

Chemikalienschutzanzug, Polyamid, gewebt, beidseitig mit Elastomer beschichtet. (Quelle: Textilmuseum) (Bild: Johannes Wey)
11 Bilder
Schutzsichere Weste, Polyester,
 Verstärkung aus Aramid (Kevlar), Keramikplatte, Gewicht 10 kg. (Quelle: Textilmuseum) (Bild: Johannes Wey)
Hitzevollschutzanzug, Materialverbund. (Quelle: Textilmuseum) (Bild: Johannes Wey)
Feuerwehranzug, Meta-Aramid, Para-Aramid (Kevlar), Polytetrafluorethylen (Goretex),
 gewebt. (Quelle: Textilmuseum) (Bild: Johannes Wey)
Reizstrombody, Polyester, gewirkt und gestrickt, Metall,
 gestickt: Ursprünglich für medizinische Zwecke entwickelt,
 kommt er heute auch im Wellness- und Fitnessbereich zum Einsatz. (Quelle: Textilmuseum) (Bild: Johannes Wey)
Tarnanzug und Kälteschutzjacke der Schweizer Armee, Baumwolle, Polyester, gewebt.
(Quelle: Textilmuseum) (Bild: Johannes Wey)
Einweg-OP-Mantel, mehrschichtiges, Flüssigkeitsabweisendes Flies.
 (Quelle: Textilmuseum) (Bild: Johannes Wey)
Textiles Herz, Empa: Ziel des Projekts ist es, ein komplett künstliches Herz herzustellen, wobei Textilien einen massgeblichen Beitrag liefern. (Quelle: Textilmuseum) (Bild: Johannes Wey)
Implantate zur Stabilisierung des Skelettapparates, Carbonfaser,
 Polyetheretherketon. (Quelle: Textilmuseum) (Bild: Johannes Wey)
Laufprothese, Verbund aus Carbonfaser. Übt der Läufer Druck auf den Fuss aus, entsteht wie bei einer Feder Energie, die ihn vorwärts katapultiert. (Quelle: Textilmuseum) (Bild: Johannes Wey)
Innenverkleidung einer Autotür,
 Verbundwerkstoff auf Flachsbasis. Die Verwendung von Flachs senkt das Gewicht und die Kosten und ist als Naturstoff umweltfreundlicher,
 als vergleichbare Materialien.
 (Quelle: Textilmuseum) (Bild: Johannes Wey)

Chemikalienschutzanzug, Polyamid, gewebt, beidseitig mit Elastomer beschichtet. (Quelle: Textilmuseum) (Bild: Johannes Wey)