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TECHNOLOGIE: Roboter «Sophie» schreibt in schöner Handschrift

Ein neuer Schreibroboter verfasst Massenbriefe mit individueller Handschrift.

In Zeiten von Whatsapp, Facebook und anderen sozialen Medien erhoffen sich viele Menschen gerade für die Festtage auch eine persönliche von Hand geschriebene Botschaft. Dafür sorgt der Schreibroboter «Sophie», der Handschriften kopiert. Aufwendig wird es dann, wenn man mehrere Briefe verschicken will, beispielsweise für Unternehmen, die ihren Kunden Weihnachtsgrüsse senden wollen. Anstatt den Lehrling oder einen Mitarbeiter dazu zu verdonnern, Dutzende oder sogar Hunderte Karten von Hand zu schreiben, kann diese Aufgabe ein Roboter übernehmen.

Handschrift ist persönlicher und individueller

Ein handgeschriebener Brief habe deutlich mehr Chancen, geöffnet und beachtet zu werden, als ein Mail oder ein unpersönliches Massenschreiben, sagt Joelle Rohrer, Marketingchefin der Druckerei Robert Hürlimann AG in Zürich. Im Jahr 2015 hat die Firma deshalb «Sophie» angestellt, eine nicht alltägliche Mitarbeiterin. Es handelt sich dabei um einen Schreibroboter, zu dessen Entwicklung die Druckerei beigetragen hat. Die Firma ist damit Pionierin auf diesem Gebiet.

«Sophie» ersetzt beispielsweise eine Sekretärin, die handgeschriebene Adressen auf einen Briefumschlag schreibt. «Sophie» kann dabei mit einem Füllfederhalter ebenso gut umgehen wie mit einem Kugelschreiber. Der Schreibroboter beherrscht zwölf menschliche Standardschriften. Er kann aber nach Bedarf auch für weitere individuelle Schriften programmiert werden.

«Sophie» wird nie müde und arbeitet Tag und Nacht

«Sophie» schreibt so schnell wie eine menschliche Hand. 24 Stunden am Tag und sieben Tage pro Woche kann sie eingesetzt werden. Der Roboter schreibt dabei erst noch fehlerfrei. Besonders vor den Festtagen sei «Sophie» sehr begehrt.

«Sophie» ist und bleibt aber eine Maschine. So muss eine menschliche Hand dafür sorgen, dass die Tintenpatrone aufgefüllt ist. Aber der Roboter hat sich aus der Sicht der Druckerei bewährt.Texte mit einer schönen Schrift weckten das Interesse und überraschten den Empfänger, sagt auch die Kalligrafin Susanne Bischoff, Spezialistin für handgeschriebene Kommunikation. Damit könnten Emotionen geweckt werden und sie versprächen Individualität.

Bankdirektoren, KMU, öffentliche Verwaltung, Vereine und karitative Organisationen würden immer wieder nach ­Möglichkeiten suchen, um originelle Wünsche an ihre Kundschaft oder ihre Bekannten zu richten, sagt Texterin Béatrice Claret. (sda)

handgeschrieben.ch

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