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Tausch- statt Kaufrausch

Wenn der Kleiderkasten zu platzen droht und das Kellerabteil bis zum letzten Zentimeter gefüllt ist, heisst es: Entrümpeln. Doch Altkleidersammlung und Sperrmüll waren gestern. Heutzutage wird man mit seinem «Schrott» zum Mikrounternehmer.
Kathrin Reimann
Alte Kleider kann man wunderbar zu Geld oder zu neuen Kleidern machen. (Bild: fotolia)

Alte Kleider kann man wunderbar zu Geld oder zu neuen Kleidern machen. (Bild: fotolia)

Ein Jahr auf Shopping verzichten, für jedes neue Teil ein altes weggeben oder sich pro Saison auf eine Anschaffung beschränken – es gibt viele Strategien, um das grosse Anhäufen im Kleiderkasten zu vermeiden. Doch wer hält sich schon daran? Ähnliches gilt für Haushaltsgeräte, wer macht sich schon noch die Mühe, einen kaputten Toaster oder Mixer zu reparieren? Viel schneller geht es doch, den alten in den Keller zu verfrachten und einen anderen zu kaufen. Ein neues Angebot will genau dies verhindern: Die «ReparierBar» findet heute nachmittag zum ersten Mal in St. Gallen statt. Im Kaffeehaus im Linsebühl-Quartier warten von 14 bis 17 Uhr Freiwillige darauf, defekte Gegenstände aller Art zu reparieren. Auch Kleider.

Gemütliches Kleidertauschen

Wer nun nach dem Besuch der «ReparierBar» über zwei funktionstüchtige Toaster verfügt, kann dieses Problem dank der Homepage sharely.ch lösen. Auf dieser können Alltagsgegenstände ge- und vermietet werden, und Vermieter haben sogar die Möglichkeit, damit etwas Geld zu verdienen. Natürlich wäre auch verkaufen eine Möglichkeit; zahlreiche Angebote wie ricardo.ch oder ebay.ch existieren ja schon seit längerem, und auch Flohmärkte finden regelmässig – und bestimmt auch in Ihrer Nähe – statt.

Wer seine Kleider, Taschen und Schuhe im Netz zu Geld machen will, kann das gut auf preloved.ch oder kleiderkorb.ch – zwei Plattformen für Vintage-Mode – tun. Wem dabei das Anfassen, Anprobieren oder Feilschen fehlt, der kann auch einen Kleiderswap (moderne Kleidertauschbörse) besuchen. Der «Swap In The City» etwa verwandelt das Øya in St. Gallen in eine Kleidertauschinsel; die nächste Veranstaltung dieser Art wird am 1. März von 12 bis 17 Uhr statt- finden. Auch das Salzhaus in Winterthur führt mit dem «Walk-in Closet» eine ähnliche Veranstaltung am 22. März durch. Und wer über eine genug grosse Wohnung und einen ähnlich gebauten Freundeskreis verfügt, kann diesen mobilisieren und bei sich zu Hause bei Prosecco gemütlich Kleider tauschen. Da kommen Gefühle auf, wie damals, als die Cousine jeweils einen alten Sack Kleider mitbrachte, worin gewühlt und woraus ausgesucht werden durfte.

Autos, Boote und Kunst

Wer nun im Tauschrausch ist, kann sich ausleben. Auch wenn der Tauschhandel ja nicht gerade eine neue Erfindung ist, dank dem Internet ist er schneller und professioneller geworden. So kann man dank airbnb.com Wohnraum rund um die Welt mieten. Warum also nicht einfach mal Wohnungen tauschen? Und wenn man lieber teilt, ist couchsurfing.com das richtige Portal. Auf der neuen Internetseite sharoo.com können Autos von Privatpersonen ge- und vermietet werden. Boote kann man auf sailcom.ch «sharen», und bildermieten.ch, kunstmieten.ch und ask-for-art.ch sind Plattformen, um Originalkunst zu mieten.

Flicken, Teilen oder Tauschen sind ökologisch und ökonomisch sinnvolle Varianten, mit dem Überfluss umzugehen. Teilen schont nicht nur die Umwelt, es ermöglicht auch Menschen mit kleinem Budget Zugang zu eigentlich Unerreichbaren.

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