Taschen ohne Inhalt

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Taschen ohne Inhalt

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Jeans-Hotpants sind nichts mehr Neues auf den Strassen. Man sieht «Dirty-Dancing»-Girls an jeder Ecke. Allerdings in Shorts, die um vieles kürzer sind als im 80er-Jahre-Film. Anfänglich zeigten die Trägerinnen noch knackige Pos. Das hat sich rapid geändert. Jetzt muss man die satten Jeans an jeder Postur aller Altersklassen ertragen. Mit dem Hotpants-Trend rutschten die Hosenbeine – je nach Quantität verspeister Glace – immer höher hinauf und rollten sich am Saum kümmerlich zusammen, so dass die Innentaschen ungewollt unten herausschauten.

Diesen Sommer ist das ganz anders: Jetzt sind unten heraushängende Hosentaschen zum heissesten Element des Hotpants-Looks geworden. Denn alle anderen Ideen sind bereits ausgekostet: abgeschnittene und ausgefranste Säume, aufgenähte Flicke, Löcher, verwaschene Stoffe, Aufklebertierchen etc. Die inhaltsleeren Hosentaschen sind ohnehin zu nichts nütze. In die knallengen Shorts lässt sich gar nichts reinquetschen, wo doch kaum der eigene Po Platz hat. Also haben die Jeanshersteller die Taschen bewusst grösser und auffallender in einer Kontrastfarbe oder aus Paillettenstoff genäht. Hoffentlich werden die Hotpants-Babys doch noch irgendwann erwachsen…

Yvonne Forster