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TÄTER GEFASST: Mindestens acht Tote in New York City bei Terrorakt

Bei einem mutmasslichen Terror-Anschlag in New York City hat der Fahrer eines Transportfahrzeugs an Halloween scheinbar wahllos Velofahrer und Passanten getötet.
Renzo Ruf, Washington
Velos liegen auf einem Veloweg, nachdem Passanten von einem Fahrzeug gerammt worden sind. (Bild: CRAIG RUTTLE (AP))

Velos liegen auf einem Veloweg, nachdem Passanten von einem Fahrzeug gerammt worden sind. (Bild: CRAIG RUTTLE (AP))

Alles war gut vorbereitet für die traditionelle Halloween-Parade durch das Greenwich Village in New York – da brach am späteren Dienstagnachmittag (Lokalzeit) plötzlich Panik unweit der Parade-Route aus. Auf einem Fussgänger- und Veloweg in Lower Manhattan, der entlang der Hauptverkehrsachse West Street (auch West Side Highway genannt) am Hudson River führte, fuhr ein bislang unbekannter Mann kurz nach 15 Uhr (Lokalzeit) mit einem gemieteten Transportfahrzeug wahllos in Velofahrer und Passanten. Seine Irrfahrt dauerte rund 20 Strassenblöcke. Gemäss ersten Informationen kam der Amokfahrer nach einigen Minuten zum Stillstand, in der Nähe der Chambers Street, unweit des One World Trade Center, dem Standort des ehemaligen World Trade Centers – nachdem sein «Home Depot»-Lieferwagen in einen Schulbus und ein weiteres Fahrzeug krachte. Der New Yorker Polizei gelang es, den 29-jährigen Fahrer des Mietwagens zur Strecke zu bringen, nach einer kurzen Schiesserei. Er habe dabei den Schlachtruf «Allahu Akbar» ausgestossen, auf Deutsch: «Gott ist gross». Er wurde in Gewahrsam genommen und in Spitalpflege gebracht. Die Polizei sagte umgehend, dass für die breite Öffentlichkeit keine Gefahr mehr bestehe. Es habe sich um einen Einzeltäter gehandelt. Gemäss ersten Angaben tötete der Mann auf dem West Side Highway Bike Path mindestens acht Menschen und verletzte gegen elf Menschen zum Teil schwer. Aus Ermittlungskreisen hiess es, gemäss dem Nachrichtensender CNN, dass der Fahrer des Fahrzeugs nicht aus New York stamme. Seine Identität wurde vorderhand nicht bekannt gegeben.

Augenzeugen sagten, in ersten Reaktionen hätten sie an einen (schlechten) Halloween-Scherz gedacht, als sie den Fahrer und die Polizei sahen. «Wir glauben, die Waffen seien eine Fälschung», sagte ein New Yorker einem lokalen Boulevardblatt. Aus Ermittlungskreisen hiess es aber recht schnell, es bestehe der Verdacht, dass es sich bei dem Vorfall um einen Terroranschlag gehandelt habe – auch weil der Fahrer sich an Anweisungen gehalten habe, die von der Terror-Gruppe Islamischer Staat ausgegeben wurde, mit Hilfe von Transportfahrzeugen in Menschenmengen für Tot und Verwüstung zu sorgen. Dabei wurde im vorigen Jahr auch die traditionelle Thanksgiving-Parade in New York City als mögliches Anschlagsziel genannt. In Washington wurde Präsident Donald Trump umgehend über den Vorfall informiert. Aus dem Weissen Haus hiess es: «Unsere Gedanken sind bei den Betroffenen und ihren Angehörigen.»

In einer ersten Stellungnahme sprach der Chef der New Yorker Stadtpolizei, James O’Neill, von einer «immensen Tragödie». Der demokratische Stadtpräsident Bill De Blasio, der nächste Woche zur Wiederwahl steht, sagte: «Das war ein Terrorakt, ein äusserst feiger Terrorakt.» Die Bevölkerung der grössten Stadt der USA werde sich von einem solchen Vorfall aber nicht einschüchtern lassen – so hielt die Stadt an der Halloween-Parade fest.

Der letzte Terroranschlag in New York hatte sich vor etwas mehr als 16 Jahren ereignet: Am 11. September 2001 starben ganz in der Nähe des West Highway beim Zusammensturz des World Trade Centers mehr als 2'600 Menschen.

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