Studie befürchtet Kahlschlag im Amazonas

Merken
Drucken
Teilen

Umwelt Geplante Gesetzesänderungen in Brasilien gefährden riesige Regenwaldgebiete. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie. Es drohe die Auflösung von bis zu 80000 Quadratkilometern an geschützten Gebieten, was fast der Grösse Portugals entspreche, teilte die Umweltstiftung WWF am Mittwoch mit Verweis auf die Studie mit.

Durch im Kongress diskutierte Gesetzesänderungen könnten staatliche Schutzgebiete auf- gelöst werden, um diese zu nutzen – etwa für die Holzwirtschaft, für den Abbau von Gold und anderen Rohstoffen oder zum Anbau von Soja im grossen Stil. Ausserdem droht Zehntausenden Ureinwohnern die Vertreibung. Gerade das Amazonasgebiet gilt als ein entscheidendes Element, um durch seine Klima- regulierungsfunktion die Erderwärmung zu begrenzen. Nach der Amtsenthebung von Präsidentin Dilma Rousseff setzt die neue Regierung angesichts einer tiefen Rezession auf neue Wachstumsmöglichkeiten im Agrarsektor. (sda)