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STREETPARADE: Von A bis Z - alles Wichtige zur Streetparade

Auch heute tanzen wieder Hunderttausende Techno-Fans rund ums Zürcher Seebecken. Wir sagen Ihnen, wie Sie am besten nach Zürich reisen, wo die Love Mobiles durchfahren und wo die besten Afterpartys steigen. Zudem haben unsere Kollegen der NZZ die Parade von A wie Abfall bis Z wie Zukunft zusammengefasst.
Tim Naef
A wie Abfall: Nach dem Ende des Umzugs haben die Mitarbeiter des Zürcher Entsorgungsamts jeweils alle Hände voll zu tun. Berge mit Abfall bleiben von der grössten Techno-Parade der Welt zurück. 98 Tonnen waren es allein im letzten Jahr. Wahlweise grösstes oder zweitgrösstes Ärgernis an der Parade (siehe Urin) sind Scherben von zerschlagenen Flaschen. Die Veranstalter setzen deshalb seit zwei Jahren auf Glassammelteams. (Bild: Keystone)

A wie Abfall: Nach dem Ende des Umzugs haben die Mitarbeiter des Zürcher Entsorgungsamts jeweils alle Hände voll zu tun. Berge mit Abfall bleiben von der grössten Techno-Parade der Welt zurück. 98 Tonnen waren es allein im letzten Jahr. Wahlweise grösstes oder zweitgrösstes Ärgernis an der Parade (siehe Urin) sind Scherben von zerschlagenen Flaschen. Die Veranstalter setzen deshalb seit zwei Jahren auf Glassammelteams. (Bild: Keystone)

Am Samstag rollt die Streetparade über Zürichs Strassen. Rund eine Million Raver werden für die 26. Ausgabe der House- und Techno-Parade erwartet. Doch wie kommt man am leichtesten nach Zürich? Die Antwort ist einfach: mit dem ÖV. Wer dennoch mit dem Auto kommen will, sollte sich auf verstopfte Strassen und keine Parkplätze gefasst machen.

In Zürich angekommen, bewegt man sich zu Fuss oder nimmt wiederum den ÖV: Die SBB bieten Spezialbillette an und setzen über 100 Extra- und Nachtzüge ein. Im Nachtnetz des Zürcher Verkehrsverbunds gilt ein Spezialfahrplan. Dort fahren die Nacht-S-Bahnen und Busse bis 4 Uhr morgens im Stundentakt. Die SBB bieten dafür zwei Spezialtickets an. Zum einen das «Street Parade Zürich City-Ticket» (Beinhaltet Hin- und Rückfahrt sowie S-Bahn, Tram und Bus in der Stadtzone Zürich und den Nachtzuschlag), zum anderen das Spezialbillett «Street Parade Zürich HB» (Hin- und Rückfahrt, ohne öffentliche Verkehrsmittel in Zürich). Beide Billetts sind für Samstag und Sonntag gültig.


Details zu den Fahrplänen, der Street Parade, den Love Mobiles und den Nachfolge-Events können dem Street-Parade-Fahrplanflyer oder dem Street-Parade-Magazin entnommen werden, welche an allen Bahnhöfen aufliegen. Detailinfos gibt es auch bei den SBB, oder beim Zürcher Verkehrs Verbund.

Die Route

Die 2,4 Kilometer lange Street Parade-Route wird wieder die Gleiche wie in den Vorjahren sein. Der Umzug der Love Mobiles startet beim Utoquai im Zürcher Seefeldquartier. Danach rollen die Trucks rund um das Zürcher Seebecken über Bellevue, Quaibrücke und Bürkliplatz bis zum Hafendamm Enge. Bis 24 Uhr wird bei allen Bühnen der Abschluss der Street Parade gefeiert, bis es mit den Afterpartys weitergeht.

Afterparty

Offiziell dauert die Streetparade bis um Mitternacht. Was aber nicht heissen soll, dass die Nacht dann endet. In zahlreichen Clubs geht es mit Afterpartys weiter. Zu finden in den üblichen Verdächtigen der Züricher Club-Szene:

Club Bellevue:



Frida's Büxe:



Hive:



Klaus:



Plaza:



Supermarket:



Zukunft:

B wie Besucher: 900'000 Raver zog es für die Street Parade im vergangenen Jahr extra nach Zürich. Damit blieb der Anlass unter dem Ergebnis des Vorjahres. Damals reisten rund eine Million Raver an. Die Besucherzahlen hängen jeweils stark vom Wetter ab. Ist es kühl und nass, haben in den letzten Jahren zwischen 600 000 und 700 000 Menschen an der Parade getanzt, bei schönem Wetter waren es bis zu einer Million. (Bild: Keystone)

B wie Besucher: 900'000 Raver zog es für die Street Parade im vergangenen Jahr extra nach Zürich. Damit blieb der Anlass unter dem Ergebnis des Vorjahres. Damals reisten rund eine Million Raver an. Die Besucherzahlen hängen jeweils stark vom Wetter ab. Ist es kühl und nass, haben in den letzten Jahren zwischen 600 000 und 700 000 Menschen an der Parade getanzt, bei schönem Wetter waren es bis zu einer Million. (Bild: Keystone)

C wie Chemie: Nicht alle Raver vertrauen allein auf die euphorisierende Wirkung der Musik. Eine Vergiftung aufgrund des Konsums verschiedener Substanzen wie Alkohol, Ecstasy, Kokain oder Speed nennt man Mischintoxikation. Für viele ist der exzessive Konsum verschiedener Drogen auch der Grund, die Street Parade zu besuchen (siehe Raver), für andere eher ein Grund, eine ungewollte Extraschicht einzulegen (siehe Hilfe). (Bild: Keystone)

C wie Chemie: Nicht alle Raver vertrauen allein auf die euphorisierende Wirkung der Musik. Eine Vergiftung aufgrund des Konsums verschiedener Substanzen wie Alkohol, Ecstasy, Kokain oder Speed nennt man Mischintoxikation. Für viele ist der exzessive Konsum verschiedener Drogen auch der Grund, die Street Parade zu besuchen (siehe Raver), für andere eher ein Grund, eine ungewollte Extraschicht einzulegen (siehe Hilfe). (Bild: Keystone)

D wie DJ: Sie sollen die Massen rund um das Seebecken in Stimmung bringen. Über 200 DJ – von Chris Liebing über Ellen Allien bis Okain – spielen an dem achtstündigen Anlass auf. Da die Organisatoren den populären Vorwurf «Kommerz!» offenbar nicht mehr hören können, wollen sie weg vom Hitparaden-Sound. Für DJ besteht deshalb die Gefahr, in Ungnade zu fallen, wie das Beispiel von Engin Colin Kiliç aka DJ Sir Colin zeigt. Der einst häufig gesehene DJ hat sich mit lift- und warenhaustauglichen Alben wie «Boooom» oder «Infinity Golden Summer» in die Herzen einer D&G tragenden und GTI fahrenden Klientel gespielt, weshalb er nicht mehr eingeladen wird – «Infinity Golden Summer» hin oder her. (Bild: Keystone)

D wie DJ: Sie sollen die Massen rund um das Seebecken in Stimmung bringen. Über 200 DJ – von Chris Liebing über Ellen Allien bis Okain – spielen an dem achtstündigen Anlass auf. Da die Organisatoren den populären Vorwurf «Kommerz!» offenbar nicht mehr hören können, wollen sie weg vom Hitparaden-Sound. Für DJ besteht deshalb die Gefahr, in Ungnade zu fallen, wie das Beispiel von Engin Colin Kiliç aka DJ Sir Colin zeigt. Der einst häufig gesehene DJ hat sich mit lift- und warenhaustauglichen Alben wie «Boooom» oder «Infinity Golden Summer» in die Herzen einer D&G tragenden und GTI fahrenden Klientel gespielt, weshalb er nicht mehr eingeladen wird – «Infinity Golden Summer» hin oder her. (Bild: Keystone)

E wie EDU: Es gibt sie noch, die Gegner der Street Parade. Bei der christlich-konservativen Partei EDU etwa. Dort rangiert die Veranstaltung irgendwo zwischen Vorhölle und Gomorrha. Vergleichbar also mit einer Erotikmesse, aus deren Boxen Marilyn Manson kesselt. Bisher hat aber alles Beten nichts gebracht – abgesehen von ein paar verregneten Veranstaltungen. Der letzte Versuch einer weltlichen Macht, die Parade zu stoppen, liegt übrigens weit zurück. 1994 war's, als der Zürcher Polizeivorsteher Robert Neukomm ein Verbot durchsetzen wollte. Begründung: «Die Street Parade ist zu gross, zu laut und verschmutzt die Strassen. Zudem interessiert sie nur einen unwesentlichen Teil der Bevölkerung.» Ein Proteststurm zwang die SP-Spassbremse dann aber zum Rückzug. (Bild: Keystone)

E wie EDU: Es gibt sie noch, die Gegner der Street Parade. Bei der christlich-konservativen Partei EDU etwa. Dort rangiert die Veranstaltung irgendwo zwischen Vorhölle und Gomorrha. Vergleichbar also mit einer Erotikmesse, aus deren Boxen Marilyn Manson kesselt. Bisher hat aber alles Beten nichts gebracht – abgesehen von ein paar verregneten Veranstaltungen. Der letzte Versuch einer weltlichen Macht, die Parade zu stoppen, liegt übrigens weit zurück. 1994 war's, als der Zürcher Polizeivorsteher Robert Neukomm ein Verbot durchsetzen wollte. Begründung: «Die Street Parade ist zu gross, zu laut und verschmutzt die Strassen. Zudem interessiert sie nur einen unwesentlichen Teil der Bevölkerung.» Ein Proteststurm zwang die SP-Spassbremse dann aber zum Rückzug. (Bild: Keystone)

F wie Fasnacht: Leicht despektierlicher Übername der Parade. Jahr für Jahr versuchen einige Teilnehmer in Schlumpf-Kostümen oder Morphsuits aufzufallen. Andere Besucher verfolgen eine gegenteilige Strategie. Sie setzen auf nackte Haut – egal bei welchem Wetter. Und dann gibt es noch die Kombination von beidem: die Verfechter des sexy Polizisten-Kostüms. (siehe Outfits). (Bild: Keystone)

F wie Fasnacht: Leicht despektierlicher Übername der Parade. Jahr für Jahr versuchen einige Teilnehmer in Schlumpf-Kostümen oder Morphsuits aufzufallen. Andere Besucher verfolgen eine gegenteilige Strategie. Sie setzen auf nackte Haut – egal bei welchem Wetter. Und dann gibt es noch die Kombination von beidem: die Verfechter des sexy Polizisten-Kostüms. (siehe Outfits). (Bild: Keystone)

G wie Gefahr: Ein Thema dominiert die Schlagzeilen über alle grossen Festivals, Konzerte und Umzüge: die Terrorgefahr. Für die Street Parade bedeutet dies Mehrausgaben für die Sicherheit. Das machte sich bereits 2016 in einem Defizit in der Vereinskasse bemerkbar. (Bild: Keystone)

G wie Gefahr: Ein Thema dominiert die Schlagzeilen über alle grossen Festivals, Konzerte und Umzüge: die Terrorgefahr. Für die Street Parade bedeutet dies Mehrausgaben für die Sicherheit. Das machte sich bereits 2016 in einem Defizit in der Vereinskasse bemerkbar. (Bild: Keystone)

H wie Hilfe: Wer Drogen konsumiert und massenhaft Alkohol bechert, wer mit Flip-Flops oder barfuss an die Parade pilgert, braucht schon einmal medizinische Hilfe. Im letzten Jahr mussten 690 Besucher ihre Blessuren behandeln lassen – im Jahr zuvor waren es gar über 1000. Entsprechend bieten die Rettungskräfte mehr Personal auf. Rund 380 zusätzliche Mitarbeiter kümmern sich in diesem Jahr um die Behandlung der Partygänger. (Bild: Keystone)

H wie Hilfe: Wer Drogen konsumiert und massenhaft Alkohol bechert, wer mit Flip-Flops oder barfuss an die Parade pilgert, braucht schon einmal medizinische Hilfe. Im letzten Jahr mussten 690 Besucher ihre Blessuren behandeln lassen – im Jahr zuvor waren es gar über 1000. Entsprechend bieten die Rettungskräfte mehr Personal auf. Rund 380 zusätzliche Mitarbeiter kümmern sich in diesem Jahr um die Behandlung der Partygänger. (Bild: Keystone)

I wie Italiener: Wir behaupten: Es gibt in jedem abgelegenen italienischen Dorf jemanden, der schon einmal für die Street Parade nach Zürich gereist ist. Oder zumindest einen, der jemanden kennt, der schon einmal dabei war. Wenn sich Fiats mit «Bummbumm»-Gedröhn, qualmende Diesel-Wohnmobile und Cars voller bunt bemalter Gestalten mit Invicta-Rucksäcken durch den Gotthard in den Norden aufmachen, weiss jeder, was es geläutet hat. Und wer dann am Sonntagmorgen in Wollishofen vorbeikommt, wähnt sich eher auf dem Camping von Rimini als am beschaulichen Zürichsee. (Bild: Keystone)

I wie Italiener: Wir behaupten: Es gibt in jedem abgelegenen italienischen Dorf jemanden, der schon einmal für die Street Parade nach Zürich gereist ist. Oder zumindest einen, der jemanden kennt, der schon einmal dabei war. Wenn sich Fiats mit «Bummbumm»-Gedröhn, qualmende Diesel-Wohnmobile und Cars voller bunt bemalter Gestalten mit Invicta-Rucksäcken durch den Gotthard in den Norden aufmachen, weiss jeder, was es geläutet hat. Und wer dann am Sonntagmorgen in Wollishofen vorbeikommt, wähnt sich eher auf dem Camping von Rimini als am beschaulichen Zürichsee. (Bild: Keystone)

J wie Johlen: Kocht die Stimmung oder spielt der DJ einen besonders euphorisierenden Titel, quittiert dies das Publikum mit Gejohle. Begleitet werden die Urschreie mit einem im Takt zuckenden und zum Himmel gerichteten Zeigefinger. Alles andere versteht sowieso niemand. (Bild: Keystone)

J wie Johlen: Kocht die Stimmung oder spielt der DJ einen besonders euphorisierenden Titel, quittiert dies das Publikum mit Gejohle. Begleitet werden die Urschreie mit einem im Takt zuckenden und zum Himmel gerichteten Zeigefinger. Alles andere versteht sowieso niemand. (Bild: Keystone)

K wie Krynski, Marek: Mitbegründer der Street Parade, hat als 23-jähriger Student 1992 den ersten Umzug organisiert. Heute sagt er, die Techno-Bewegung habe in Zürich Verkrustungen aufgelöst: «Google wäre nicht nach Zürich gekommen ohne House, Techno und die Street Parade.» (Bild: Keystone)

K wie Krynski, Marek: Mitbegründer der Street Parade, hat als 23-jähriger Student 1992 den ersten Umzug organisiert. Heute sagt er, die Techno-Bewegung habe in Zürich Verkrustungen aufgelöst: «Google wäre nicht nach Zürich gekommen ohne House, Techno und die Street Parade.» (Bild: Keystone)

L wie Love Mobiles: Fahrbare Tanz-Untersätze, um die sich die Besucher während der Parade zu Zehntausenden scharen. Von 25 Trucks aus werden die Raver in diesem Jahr mit diversen Techno-Spielarten beschallt. (Bild: Keystone)

L wie Love Mobiles: Fahrbare Tanz-Untersätze, um die sich die Besucher während der Parade zu Zehntausenden scharen. Von 25 Trucks aus werden die Raver in diesem Jahr mit diversen Techno-Spielarten beschallt. (Bild: Keystone)

M wie Motto: Was wäre die Street Parade ohne ein möglichst sinnfreies Motto? Eine Auswahl: «Love never ends», «Today is tomorrow» oder: «It's all in your hands». Man wähnt sich in der Endlosschlaufe eines unterklassigen Pop-Songs, der einem wie ein ideologisch verblendeter Prediger jede noch so abgedroschene Lebensweisheit ins Gewissen prügeln will. Ob man sich bei der Wahl von «Dance for Freedom» von DJ Bobo oder von David Hasselhoff inspirieren liess, bleibt offen. Ebenso unklar ist, was mit «Elements of Culture» gemeint war. Dabei geht es auch einfach, wie der deutsche DJ-Veteran Sven Väth beweist. Seine Message? «Gude Laune, Aldaaaaaa!!». (Bild: Keystone)

M wie Motto: Was wäre die Street Parade ohne ein möglichst sinnfreies Motto? Eine Auswahl: «Love never ends», «Today is tomorrow» oder: «It's all in your hands». Man wähnt sich in der Endlosschlaufe eines unterklassigen Pop-Songs, der einem wie ein ideologisch verblendeter Prediger jede noch so abgedroschene Lebensweisheit ins Gewissen prügeln will. Ob man sich bei der Wahl von «Dance for Freedom» von DJ Bobo oder von David Hasselhoff inspirieren liess, bleibt offen. Ebenso unklar ist, was mit «Elements of Culture» gemeint war. Dabei geht es auch einfach, wie der deutsche DJ-Veteran Sven Väth beweist. Seine Message? «Gude Laune, Aldaaaaaa!!». (Bild: Keystone)

N wie Nachtzug: Die SBB setzen auch dieses Jahr rund 80 Sonderzüge ein, um die Raver zur Street Parade und wieder nach Hause zu bringen. Die Zürcher Besucher können in der Nacht auf das übliche Nachtnetz der S-Bahn zurückgreifen. Der Nachtzuschlag muss in allen Regionalzügen entrichtet werden, in den Fernverkehrszügen der SBB allerdings nicht. (Bild: Keystone)

N wie Nachtzug: Die SBB setzen auch dieses Jahr rund 80 Sonderzüge ein, um die Raver zur Street Parade und wieder nach Hause zu bringen. Die Zürcher Besucher können in der Nacht auf das übliche Nachtnetz der S-Bahn zurückgreifen. Der Nachtzuschlag muss in allen Regionalzügen entrichtet werden, in den Fernverkehrszügen der SBB allerdings nicht. (Bild: Keystone)

O wie Outfit: Mit Nuggi, Krankenpfleger- oder Polizei-Uniformen, Penis-Kostüm oder gleich nur in Lingerie: Erlaubt ist an der Street Parade jegliche Geschmacksverirrung. Die Devise lautet: auffallen um jeden Preis. (Bild: Keystone)

O wie Outfit: Mit Nuggi, Krankenpfleger- oder Polizei-Uniformen, Penis-Kostüm oder gleich nur in Lingerie: Erlaubt ist an der Street Parade jegliche Geschmacksverirrung. Die Devise lautet: auffallen um jeden Preis. (Bild: Keystone)

P wie Petrus: Er war kein Raver der ersten Stunde: Die ersten drei Jahre fand die Street Parade bei kühlen Temperaturen unter 20 Grad statt. In diesem Jahr sieht es besser aus: Die Organisatoren versprechen viel Sonne und 23 Grad. Das allerdings sorgt im städtischen Entsorgungsamt für Nervosität: Je schöner das Wetter, desto höher der Alkoholkonsum und desto drastischer dessen Begleiterscheinungen (siehe Urin). (Bild: Keystone)

P wie Petrus: Er war kein Raver der ersten Stunde: Die ersten drei Jahre fand die Street Parade bei kühlen Temperaturen unter 20 Grad statt. In diesem Jahr sieht es besser aus: Die Organisatoren versprechen viel Sonne und 23 Grad. Das allerdings sorgt im städtischen Entsorgungsamt für Nervosität: Je schöner das Wetter, desto höher der Alkoholkonsum und desto drastischer dessen Begleiterscheinungen (siehe Urin). (Bild: Keystone)

Q wie Querulanten: Obwohl die Street Parade gemessen an ihrer Teilnehmerzahl meistens relativ friedlich über die Bühne geht, hat die Stadtpolizei immer viel Arbeit, die überdrehten, alkoholisierten Raver, aber auch die Taschen- und Trickdiebe im Zaum zu halten. Im Vorjahr kam es zu insgesamt 66 Festnahmen durch Stadt- und Kantonspolizei Zürich. (Bild: Keystone)

Q wie Querulanten: Obwohl die Street Parade gemessen an ihrer Teilnehmerzahl meistens relativ friedlich über die Bühne geht, hat die Stadtpolizei immer viel Arbeit, die überdrehten, alkoholisierten Raver, aber auch die Taschen- und Trickdiebe im Zaum zu halten. Im Vorjahr kam es zu insgesamt 66 Festnahmen durch Stadt- und Kantonspolizei Zürich. (Bild: Keystone)

R wie Raver: Jung gebliebenes Kind der 1980er. Früher machten die «24 Hour Party People» noch jede Nacht zum Tag. Heute pilgern sie an die Street Parade, um ihrer Jugend zumindest einmal im Jahr nochmals nahezukommen. Besonders schöne Exemplare dieser alternden Spezies sind jeweils am Sonntagnachmittag im «Ziegel oh Lac» zu beobachten: aschfahle Gestalten mit Glatzen und verzerrten Gesichtszügen (siehe Chemie), die aussehen, als hätte man sie 1996 in den Klub «Katakombe» gesperrt und erstmals wieder ans Tageslicht gelassen. (Bild: Keystone)

R wie Raver: Jung gebliebenes Kind der 1980er. Früher machten die «24 Hour Party People» noch jede Nacht zum Tag. Heute pilgern sie an die Street Parade, um ihrer Jugend zumindest einmal im Jahr nochmals nahezukommen. Besonders schöne Exemplare dieser alternden Spezies sind jeweils am Sonntagnachmittag im «Ziegel oh Lac» zu beobachten: aschfahle Gestalten mit Glatzen und verzerrten Gesichtszügen (siehe Chemie), die aussehen, als hätte man sie 1996 in den Klub «Katakombe» gesperrt und erstmals wieder ans Tageslicht gelassen. (Bild: Keystone)

S wie Schlaf: In der Euphorie undenkbar, mit abnehmender Wirkung gewisser Substanzen zuweilen unumgänglich. Vorsicht: Manche Leute machen sich einen Spass daraus, sogenannte Drogenopfer zu dekorieren – etwa, indem sie diese mit Klebeband einwickeln und mit Obszönitäten bemalen. Oder indem sie sie in allerlei unvorteilhaften Posen fotografieren – eine spezielle Form des Dauerproblems «Voyeurismus» (siehe V). (Bild: Keystone)

S wie Schlaf: In der Euphorie undenkbar, mit abnehmender Wirkung gewisser Substanzen zuweilen unumgänglich. Vorsicht: Manche Leute machen sich einen Spass daraus, sogenannte Drogenopfer zu dekorieren – etwa, indem sie diese mit Klebeband einwickeln und mit Obszönitäten bemalen. Oder indem sie sie in allerlei unvorteilhaften Posen fotografieren – eine spezielle Form des Dauerproblems «Voyeurismus» (siehe V). (Bild: Keystone)

T wie Trinken: Unerlässliche Tätigkeit. Kann einem Hitzeschlag vorbeugen oder ihn befördern, abhängig davon, was genau getrunken wird. Schutz und Rettung Zürich und die Organisatoren der Parade empfehlen, genug Wasser zu trinken – insbesondere, wenn es heiss ist. (Bild: Keystone)

T wie Trinken: Unerlässliche Tätigkeit. Kann einem Hitzeschlag vorbeugen oder ihn befördern, abhängig davon, was genau getrunken wird. Schutz und Rettung Zürich und die Organisatoren der Parade empfehlen, genug Wasser zu trinken – insbesondere, wenn es heiss ist. (Bild: Keystone)

U wie Urin: Übelriechende Hinterlassenschaft der Raver. Je länger der Umzug dauert, desto schwerer fällt es vor allem männlichen Exemplaren, ihr Geschäft auf Toiletten zu verrichten. Da werden auch die 100 zusätzlichen WC-Anlagen nur ein (Urin-)Tropfen auf dem heissen Asphalt bleiben. Die städtischen Reinigungsdienste sind gewappnet: Sie schwärmen Montag und Dienstag aus, um nach dem Prinzip «immer der Nase nach» einen Duftspray zu versprühen. Dann riecht jeweils die halbe Stadt nach Zitrone. (Bild: Keystone)

U wie Urin: Übelriechende Hinterlassenschaft der Raver. Je länger der Umzug dauert, desto schwerer fällt es vor allem männlichen Exemplaren, ihr Geschäft auf Toiletten zu verrichten. Da werden auch die 100 zusätzlichen WC-Anlagen nur ein (Urin-)Tropfen auf dem heissen Asphalt bleiben. Die städtischen Reinigungsdienste sind gewappnet: Sie schwärmen Montag und Dienstag aus, um nach dem Prinzip «immer der Nase nach» einen Duftspray zu versprühen. Dann riecht jeweils die halbe Stadt nach Zitrone. (Bild: Keystone)

V wie Voyeure: Die Street Parade ist nicht nur ein Fest für Raver, sondern auch für ältere Männer. Nicht selten in beiger Funktionskleidung anzutreffen, begeben sie sich unter die Massen, immer in der Hoffnung, möglichst viel nackte Haut vor die Linse ihrer Kamera zu bekommen. Ihr Ziel: möglichst unerkannt bleiben. (Bild: Keystone)

V wie Voyeure: Die Street Parade ist nicht nur ein Fest für Raver, sondern auch für ältere Männer. Nicht selten in beiger Funktionskleidung anzutreffen, begeben sie sich unter die Massen, immer in der Hoffnung, möglichst viel nackte Haut vor die Linse ihrer Kamera zu bekommen. Ihr Ziel: möglichst unerkannt bleiben. (Bild: Keystone)

W wie Werbeeffekt: Wie viel bringt die Street Parade dem Standort Zürich? In Franken ist das schwierig zu beziffern. Die Organisatoren gehen von rund 120 Millionen Franken aus. Die letzte Studie dazu stammt indes aus dem Jahr 2003. Laut Ueli Heer, Sprecher von Zürich Tourismus, ist der Effekt jedenfalls stark positiv: «Die Bilder der tanzenden Menge werden in die ganze Welt ausgestrahlt.» (Bild: Keystone)

W wie Werbeeffekt: Wie viel bringt die Street Parade dem Standort Zürich? In Franken ist das schwierig zu beziffern. Die Organisatoren gehen von rund 120 Millionen Franken aus. Die letzte Studie dazu stammt indes aus dem Jahr 2003. Laut Ueli Heer, Sprecher von Zürich Tourismus, ist der Effekt jedenfalls stark positiv: «Die Bilder der tanzenden Menge werden in die ganze Welt ausgestrahlt.» (Bild: Keystone)

X wie XTC: Weit verbreitete Droge mit dem Wirkstoff MDMA. Die Drogenberatungsstelle hat kurz vor der Street Parade darauf aufmerksam gemacht, dass zur Zeit hochkonzentrierte Pillen mit diesem Wirkstoff im Umlauf sind. Mögliche Folgen des Konsums: Kopfschmerzen, Übelkeit, Krampfanfälle, Halluzinationen. Das von der Stadt finanzierte Angebot unterhält an der Parade wie jedes Jahr eine mobile Kontrollstelle, um Drogen auf ihren Wirkstoffgehalt zu testen. (Bild: Keystone)

X wie XTC: Weit verbreitete Droge mit dem Wirkstoff MDMA. Die Drogenberatungsstelle hat kurz vor der Street Parade darauf aufmerksam gemacht, dass zur Zeit hochkonzentrierte Pillen mit diesem Wirkstoff im Umlauf sind. Mögliche Folgen des Konsums: Kopfschmerzen, Übelkeit, Krampfanfälle, Halluzinationen. Das von der Stadt finanzierte Angebot unterhält an der Parade wie jedes Jahr eine mobile Kontrollstelle, um Drogen auf ihren Wirkstoffgehalt zu testen. (Bild: Keystone)

Y wie Y-Generation: Ihre Anhänger sind das Hauptreservoir für die grösste Techno-Parade der Welt. Elektro ist für die zwischen 1980 und 2000 Geborenen die alles beherrschende Musikrichtung. (Bild: Keystone)

Y wie Y-Generation: Ihre Anhänger sind das Hauptreservoir für die grösste Techno-Parade der Welt. Elektro ist für die zwischen 1980 und 2000 Geborenen die alles beherrschende Musikrichtung. (Bild: Keystone)

Z wie Zukunft: Die Street Parade ist die letzte Überlebende der grossen Techno-Paraden. Die Love Parade in Berlin, das einstige Vorbild, ist seit Jahren Geschichte. Und ihr Zürcher Pendant? Den Besucherzahlen nach zu urteilen, ist die Street Parade noch immer ein Grosserfolg – ganz nach dem letztjährigen Motto «Zurich is unique». (Bild: Keystone)

Z wie Zukunft: Die Street Parade ist die letzte Überlebende der grossen Techno-Paraden. Die Love Parade in Berlin, das einstige Vorbild, ist seit Jahren Geschichte. Und ihr Zürcher Pendant? Den Besucherzahlen nach zu urteilen, ist die Street Parade noch immer ein Grosserfolg – ganz nach dem letztjährigen Motto «Zurich is unique». (Bild: Keystone)

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