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STERNENHIMMEL: Die Bewegung des Mondes

Für uns Erdenbewohner gehört er zum nächtlichen Alltag: Der Mond. Doch wissen wir etwa, dass er leicht schwankt? Und dass er uns mal ganz nah war?
Rolf App
Eher ruhig ging’s diesmal zum Start in Montreux zur Sache.. (Bild: Valentin Flauraud/KEY (Montreux, 1. Juli 2017))

Eher ruhig ging’s diesmal zum Start in Montreux zur Sache.. (Bild: Valentin Flauraud/KEY (Montreux, 1. Juli 2017))

Den Monat fängt der Mond heute im Ersten Viertel an. Am 9. Juli ist Vollmond, am 16. wird das Letzte Viertel erreicht, und über den Neumond (23.) geht es dann am 30. Juli wieder zum Ersten Viertel. Es handelt sich übrigens um den Neumond Nr. 1170; denn seit 1923 werden diese sogenannten Lunationen durchnummeriert. Jeden Monat gibt es diese Mondphasen, und jeden Monat zieht der Mond in Etappen über den Himmel.

Der Mond schwankt aus vielerlei Gründen

Die Mondphasen hängen mit der Umlaufbahn des Mondes um die Erde zusammen. Der Zyklus beginnt mit dem Neumond, wenn der Mond zwischen Erde und Sonne liegt. Er wird dann von hinten angeleuchtet.

Dann kreist er gegen den Uhrzeigersinn, der beleuchtete Teil wird grösser – der Mond «nimmt zu». Nach dem Vollmond beginnt er «ab­zunehmen». Nach 27,3 Tagen passiert der Mond denselben Punkt wieder, man spricht vom siderischen Monat. Weil sich in dieser Zeit aber auch die Erde in Bezug zur Sonne bewegt, dauert es von Mondphase zu Mond­phase zwei Tage und fünf Stunden länger.

Ein Mondumlauf um die Erde erfolgt in der gleichen Zeit, wie er sich um sich selber dreht. Man spricht von gebundenerRotation, die auf die starke Anziehungskraft der Erde gegenüber dem Mond zurückzuführen ist. Das heisst: Wir sehen immer dieselbe Seite des Mondes. Doch stimmt das nicht ganz. Die Ränder verändern sich, von ihnen sehen wir mal mehr und mal weniger. Diese Libration– vom lateinischen «librare», schwanken – entsteht durch die Schrägstellung der Mondachse, seine unterschiedliche Geschwindigkeit und die unregelmässige Form des Mondes.

Mond bewegt sich ellipsenförmig um die Erde

Das heisst, wir sehen von der Erde aus 59 Prozent der Mondoberfläche, 41 Prozent bleiben verborgen. Das unterschiedliche Tempo übrigens ergibt sich daraus, dass sich der Mond in einer Ellipse um die Erde bewegt. Je näher er der Erde kommt, umso stärker wird er von ihr beschleunigt.

Seine mittlere Entfernung liegt bei 384 401 Kilo­metern. Die grösste Entfernung beträgt 406 700 Kilometer, die kleinste 356 400 Kilometer. Doch gilt das nur für heute. Vor 4,5 Milliarden Jahren, als der Mond entstand, war er nur gerade 25 000 Kilometer entfernt und umrundete unseren Planeten in nur 18 Stunden. Seither wird die Erdrotation durch die Gezeiten­reibung abgebremst, die Tage werden länger. Und der Mond entfernt sich jedes Jahr um rund vier Zentimeter.

Der Skorpion ist jetzt gut zu sehen

Kommen wir zum Ende noch rasch auf die übrigen Phänomene des Nachthimmels im Monat Juli zu sprechen. Von den Planeten ist Venus am Morgen zu sehen, ­Jupiter am Abend. Saturn steht zur Standardbeobachtungszeit (24 Uhr Sommerzeit am 1., 23 Uhr am 15. und 22 Uhr am 31. Juli) im Süden.

Dort ist jetzt auch das Sternbild Skorpion mit dem roten Hauptstern Antares gut zu sehen. Allerdings: Ganz bekommen wir den Skorpion nicht zu Gesicht. Dazu müssten wir weiter nach Süden reisen – was viele vielleicht ferienhalber schon bald tun werden. Dort begegnet ihnen dann ein anderer Sternenhimmel.

Rolf App

rolf.app

@tagblatt.ch

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