Starker Schnitt

Look

Diana Hagmann-Bula
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Nach dem Bob ist vor dem Bob. Die Haarbranche kommt seit Jahren nicht mehr ohne den Klassiker aus. Bis vor kurzem haben alle Frauen mit Rang und Namen (von Herzogin-Schwester Pippa Middleton bis zur Stilikone Olivia Palermo) ihre Mähne schlüsselbeinlang getragen. Nun lassen sie noch mehr Haar fallen. Kinnlang soll der Bob diesen Herbst sein, streng und stark im Schnitt. Sci-Fi-Bob, nennen Experten die Trend-Frisur. Weil sofort an Carol Marcus aus «Star Trek» oder Leeloo aus «Fifth Element» erinnert, wer sie trägt.

Mit dem Lebenspartner abgeschlossen, die Matura im Sack, weise von einer Weltreise zurückgekehrt: Fast jede Veränderung im Leben kann Grund für den Gang zum Coiffeur sein. Der Sci-Fi-Bob ist aber weder Zeichen für eine Midlife-Krise noch für Liebeskummer. Er soll Bote des Feminismus sein; die Trägerin wagt sich, dezidiert aufzutreten, zumindest was ihre Haare anbelangt. So ganz anders als die lieblichen Victoria’s-Secret-Engel mit ihren Wallemähnen. Der Haken am Sci-Fi-Bob: Föhnt, glättet und sprayt man ungerne stundenlang an seiner Frisur herum, wird sie lockig und wellig. Und plötzlich auch ganz weich.

Diana Hagmann-Bula