Morgen in der ZeitungManchmal hilft nur noch das Verpfänden

Ein Erbstück belehnen, statt sich davon trennen, wenn das Geld knapp wird: Pfandleihhäuser sind für viele Menschen ein Ausweg, um finanzielle Engpässe zu überbrücken. Der Konstanzer Pfandleih-Mitarbeiter Erwin Deggelmann erlebt viele Schicksale mit.

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Die Schmuckstücke werden sorgfältig gewogen und geprüft und dann deren Wert ausgerechnet. (Bild: Rita Kohn)

Die Schmuckstücke werden sorgfältig gewogen und geprüft und dann deren Wert ausgerechnet. (Bild: Rita Kohn)

Wenn das Geld nicht reicht bis zum Monatsende, landen Wertgegenstände manchmal im Konstanzer Pfandleihhaus. Wer ein Pfand bringt, der weiss, dass er es innerhalb von drei Monaten wieder auslösen oder verlängern muss. "Sonst kommt es zur Versteigerung", sagt Erwin Deggelmann, langjähriger Mitarbeiter im Pfandleihhaus Weber in Konstanz. Nur ein Bruchteil der verpfändeten Gegenstände landet aber dort. "Zwischen 85 bis 90 Prozent der Pfandgegenstände werden wieder ausgelöst." Nicht selten landen Gegenstände aber regelmässig auf dem Tresen bei Erwin Deggelmann. "Zu unserer Kundschaft gehören ältere Menschen, denen ihre Rente manchmal nicht reicht bis zum Monatsende. Sie tragen dann das zum Pfandleihhaus, was ihnen lieb und teuer ist. Sobald die Rente da ist, wird die Sache wieder ausgelöst." (rk)

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