Sogar Kate trägt falsche Brillanten

Der Ansturm auf die Halskettenauslage von Zara ist enorm, seit vor einem Jahr in der Presse bekannt wurde, dass Kate Middleton zu einer Filmpremiere in einem langen Kleid und einer Halskette von Zara erschien.

Yvonne Forster
Drucken
Teilen
SCHNITT - Britain's Kate, Duchess of Cambridge attends the UK premiere of the movie "Mandela: Long Walk to Freedom" at a cinema in London, Thursday, Dec. 5, 2013. (AP Photo/Chris Jackson, pool)

SCHNITT - Britain's Kate, Duchess of Cambridge attends the UK premiere of the movie "Mandela: Long Walk to Freedom" at a cinema in London, Thursday, Dec. 5, 2013. (AP Photo/Chris Jackson, pool)

Der Ansturm auf die Halskettenauslage von Zara ist enorm, seit vor einem Jahr in der Presse bekannt wurde, dass Kate Middleton zu einer Filmpremiere in einem langen Kleid und einer Halskette von Zara erschien. Die Herzogin setzte damit ein Statement: «Ich kann sparen! Um zu gefallen, brauche ich keinen echten Schmuck.»

Als ich während des Ausverkaufs durch Zara stöberte, sah ich sie, die vielen Halsketten wie jene von Kate: mit fünf Reihen unechter, üppiger Brillantsteine. Daneben gab's Modelle mit grossen Perlen, mit Brillantblüten oder bunten Klunkern und vierreihige Silberhunde-Colliers. Natürlich kaufte ich mir auch eine Kette. Die 24 Euro waren es mir wert. Ich legte sie mir um und fand sie umwerfend, vor allem zum schwarzen Pulli oder zum kragenlosen Cocktailkleid.

Die Botschaft der neuen Phantasieketten: Einen Gegensatz bilden zum edlen Familienschmuck, der sich oft etwas bieder präsentiert. Man soll ruhig sehen, dass sie unecht sind. Der Trend zu auffallendem Schmuck führt die Frauen in Billigläden, wo sie grosse Dekorationen zu ein paar Franken finden.

Angefangen hat diese Halszierde mit Chanel, als Karl Lagerfeld den Frauen kleine Bubikragen aus falschen Perlen um den Hals legte. Das Neue daran: Der Kragen lässt sich abnehmen und aufs nächste Kleid setzen.

Der Witz der grossen Ketten liegt in der Übertreibung. Damit wird jedes Erbstück oder teure Weihnachtsgeschenk des Ehemanns in den Schatten gestellt.

Aktuelle Nachrichten