So lässt sich der Systemstart beschleunigen

Immer mehr Computer-Nutzer haben sich das neue Betriebssystem von Microsoft, Windows 10, heruntergeladen, das seit Ende Juli bestellt werden kann. Noch bis Ende Juli 2016 ist Windows 10 für Windows 7- und 8.1-Nutzer sogar gratis.

Georg H. Przikling
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Für Windows-Nutzer gratis. (Bild: pd)

Für Windows-Nutzer gratis. (Bild: pd)

Immer mehr Computer-Nutzer haben sich das neue Betriebssystem von Microsoft, Windows 10, heruntergeladen, das seit Ende Juli bestellt werden kann. Noch bis Ende Juli 2016 ist Windows 10 für Windows 7- und 8.1-Nutzer sogar gratis.

Welches Windows auch immer, PC-Besitzern kann es nie schnell genug gehen. Vom Drücken des Einschaltknopfes bis zum Erscheinen der Windows-Oberfläche sollen wenige Augenblicke vergehen.

Bei einem frischinstallierten Windows 10 ist das schnelle Hochfahren des Rechners durchaus möglich. Zu diesem Zeitpunkt sind nämlich in der Regel nur wenige Programme vorhanden. Doch sobald die ersten Treiber, Programme und Zusatz-Tools auf dem PC landen, verlängert sich die Startphase des PC unweigerlich.

Heimlich im Autostart-Ordner

Einen Teil der Schuld tragen Anwendungen, die sich ohne Zustimmung des Anwenders heimlich in den Autostart-Ordner von Windows 10 einnisten. Die Folge: Beim Hochfahren des Rechners werden sie schon sehr früh geladen und verlängern dadurch die Startzeit erheblich. Im Extremfall kann so über eine Minute vergehen, bis Windows 10 einsatzbereit ist. Falls Ihr Windows 10-Rechner bereits eine längere Startphase aufweist, lohnt es sich deshalb, den Autostart-Ordner zu bereinigen.

Und so geht's: Drücken Sie gleichzeitig die Tasten «Strg», «Alt» und «Entf» – je nach Tastatur lauten die Bezeichnungen auch «Ctrl», «Alt» und «Del» – und wählen Sie dann den «Taskmanager». Im folgenden Fenster wird auf den Karteireiter «Autostart» gewechselt. Er enthält eine Liste der Programme, die beim Hochfahren von Windows 10 automatisch gestartet werden und somit die Dauer des Startvorgangs beeinflussen.

Unerwünschtes Deaktivieren

Welchen Einfluss ein Programm auf den Startvorgang hat, lässt sich der Rubrik «Startauswirkungen» entnehmen. Anwendungen der Kategorie «Hoch» etwa verlängern den Startvorgang mehr als Programme der Kategorie «Mittel». Software, die der Sicherheit des Rechners dient – wie beispielsweise ein Antiviren-Scanner – darf im Autostart-Ordner auf keinen Fall deaktiviert werden. Und auch diejenigen Programme, die man täglich nutzt, sollten aktiv geschaltet bleiben.

Daneben finden sich im Autostart-Ordner aber auch Programme, die sich ungefragt dort eingetragen haben. Ein Beispiel ist Microsofts «OneDrive»: Selbst wenn der Win10-Nutzer den Dienst explizit deaktiviert hat, lädt er doch bei jedem Hochfahren des PC. Um ihn und andere unerwünschte Programme auszuschalten, markiert man deshalb den entsprechenden Eintrag und klickt rechts unten auf «Deaktivieren».