Schmetterlinge werden bedrängt

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Artenvielfalt Eingeschleppte Pflanzen verdrängen einheimische Arten und bringen das Ökosystem durcheinander. Was sie für Insekten – Schmetterlinge in der Schweiz – bedeuten, hat eine Studie unter Leitung der Forschungsanstalt WSL untersucht. Das Fazit: Positiv sind die invasiven Pflanzen für keine einzige Schmetterlingsart. Und je mehr eingeschleppte Pflanzen an einem Ort wachsen, desto geringer ist dort die Vielfalt an einheimischen Schmetterlingen.

Zum einen prüften die Wissenschafter, welchen Einfluss 31 Neophyten von der «Schwarzen Liste» auf die Schmetterlingsvielfalt haben. Anschliessend untersuchten sie, wie jede einzelne Art auf die Ausbreitung invasiver Pflanzen reagierte. Knapp ein Viertel der 115 häufigsten Schmetterlingsarten litten demnach unter der Anwesenheit von Neophyten. Grund dafür könnte sein, dass diese Arten im Schnitt auch weniger mobil sind und es somit schwerer haben, Futterpflanzen für ihre Raupen zu erreichen, wenn diese von den Neophyten verdrängt werden. (sda)