Sarmenstorf: Eltern mit Klappmesser erstochen

Im Tötungsdelikt von Sarmenstorf, Aargau, hat ein 32-jähriger Schweizer gestanden, seine Eltern mit einem Klappmesser erstochen zu haben. Die Ehefrau des Beschuldigten, die ebenfalls unter Verdacht stand, ist aus der Haft entlassen worden. Mutmassliches Motiv der Bluttat ist ein familiärer Streit.

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Der Tatort eines Familiendramas in Dorf Sarmenstorf. (Bild: Keystone)

Der Tatort eines Familiendramas in Dorf Sarmenstorf. (Bild: Keystone)

Der Sohn habe bereits bei der ersten Einvernahme zur Sache ein Geständnis abgelegt, teilte die Aargauer Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Er habe zugegeben, seine Eltern erstochen zu haben. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft. Gegen ihn läuft ein Strafverfahren wegen vorsätzlicher Tötung.

Er machte laut Staatsanwaltschaft geltend, der Tat sei ein familiärer Streit vorausgegangen. Sein 64-jähriger Vater und seine 60-jährige Mutter wurden in ihrem Einfamilienhaus am 8. Juli getötet.

Der dringende Tatverdacht gegen die 29-jährige Ehefrau des Beschuldigten erhärtete sich gemäss Staatsanwaltschaft nicht. Die Schweizerin ist daher seit Freitag auf freiem Fuss.

Die Auswertungen der Tatortspuren ergaben bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Belastungselemente gegen die 29-Jährige. Das Paar war auch getrennt befragt worden. Beide hätten übereinstimmend ausgesagt, dass sich die Ehefrau in keiner Weise an der Bluttat beteiligt habe, hält die Staatsanwaltschaft fest.

Klappmesser als Tatwaffe sichergestellt
Die Ermittlungsbehörden stellten auch die Tatwaffe, ein Klappmesser, sicher. Wo die Tatwaffe gefunden worden war, wollte die Mediensprecherin der Staatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.

Der Kriminaltechnische Dienst der Kantonspolizei Aargau wertet alle sichergestellten Spuren weiter aus. Die Strafverfolgungsbehörden sind dabei, den Tathergang anhand der erhobenen Beweismittel zu rekonstruieren und zu überprüfen, ob sich das Spurenbild mit den gemachten Aussagen deckt.

Ein anderer Sohn des ermordeten Ehepaares hatte die Opfer tot in deren Haus aufgefunden. Der geständige Sohn und dessen Ehefrau waren am nachfolgenden Tag in der Umgebung des Tatortes von der Polizei festgenommen worden.

Der geständige Sohn hatte sich vor einiger Zeit selbst bei der Polizei gemeldet. Er habe sich von den Eltern bedroht gefühlt und zum Teil wirre Aussagen gemacht, sagte ein Polizeisprecher kurz nach der Bluttat. (sda)