Säubern mit Schleim

Erinnern Sie sich noch an diese widerlichen Schleim-Spielzeuge, die in den 1990er-Jahren so manchen Erwachsenen auf die Palme gebracht haben? Ich erinnere mich jedenfalls gut an den «Slimy» – und die vor Ekel verzogenen Gesichter meiner Mitmenschen, wenn sie damit in Berührung kamen.

Janine Meyer
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Erinnern Sie sich noch an diese widerlichen Schleim-Spielzeuge, die in den 1990er-Jahren so manchen Erwachsenen auf die Palme gebracht haben? Ich erinnere mich jedenfalls gut an den «Slimy» – und die vor Ekel verzogenen Gesichter meiner Mitmenschen, wenn sie damit in Berührung kamen. Zugegeben, auch mich überkam jedes Mal ein Gefühl zwischen Ekel und Faszination, wenn ich die glibbrige Masse aus dem Becher nahm. Wirklich eklig wurde der «Slimy» aber erst, wenn er mit allen möglichen Schmutzpartikeln verklebt war.

Er entert die Ritzen

Heute besitze ich wieder eine grell-gelbe, schleimige Masse, allerdings nicht, um meine Mitmenschen zu ärgern, sondern um Schmutz damit zu entfernen. Mit dem «Cyber Clean» reinigt man nämlich jeglichen Technik-Kram: Laptop, Tastatur, MP-3-Player, Fernbedienungen – eben alles, was unerreichbare Zwischenräume hat. Ähnlich wie beim Spielzeug-Schleim bleiben Haare, Staub und andere Schmutzpartikel an der Cyber-Clean-Reinigungsmasse kleben und können so entfernt werden.

«Überwiegend natürlich»

Man presst die Masse auf die zu reinigende Oberfläche, so kann sie zum Beispiel in die Zwischenräume der Tastatur eindringen. Dann zieht man sie wieder ab. Krümel und Co. bleiben daran hängen, durch Kneten der Masse bleiben sie auch dort. Und ganz im Gegensatz zum Spielzeug bleiben auf der gereinigten Oberfläche keine klebrigen Rückstände zurück. Der «Cyber Clean» ist mehrmals verwendbar, seine Einsatzdauer hängt von Art und Umfang der Verschmutzung ab. Auf der Verpackung findet sich ein Farbstreifen, mit dem überprüft werden kann, ob die Masse ersetzt werden muss.

Der Hersteller, die Schweizer Joker Group mit Sitz in Kerzers FR, erklärt, dass die Reinigungsmasse «überwiegend aus natürlichen Inhaltsstoffen wie Wasser, Ethanol und Guarkernmehl besteht» und damit ungefährlich und biologisch abbaubar ist. Guarkernmehl wird aus der Guarbohne gewonnen und in der Industrie vor allem wegen der Gelierwirkung eingesetzt. Es finden sich auch Diazolidinyl-Harnstoff und Parabene auf der Liste der Inhaltsstoffe. Dabei handelt es sich um Konservierungsstoffe. Testberichte, etwa des deutschen Instituts für Risikobewertung, stufen die Stoffe als sicher ein; sie kommen auch in Kosmetika und Lebensmitteln zur Anwendung. Allerdings könnten allergische Reaktionen auftreten, wie das bei anderen Putzmitteln der Fall sein kann.

Blitzblanker Technik-Kram

Allergien sind keine aufgetreten, und wenn, dann höchstens eine gegen das Putzen an sich. Auch hier hilft der «Cyber Clean», denn immerhin fühlt man sich an die Kindheit erinnert. Während des Putzens muss ich ganz schön kichern, als ich an alle jene denke, denen ich den «Slimy» einst um die Ohren geschlagen habe. Und ganz nebenbei ist mein Technik-Kram blitzblank geworden.

Der «Cyber Clean» ist ab 9 Franken über www.cyberclean.net erhältlich.