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REALSPIELFILM: Liebe, gute, böse Hexe. Oder was?

Michael Schaerer hat Otfried Preusslers populäres Kinderbuch «Die kleine Hexe» in einen vergnüglich-beschwingten Familienfilm verwandelt.

Die kleine Hexe haust mit ihrem Raben Abraxas tief im Wald. Sie wird von der 33-jährigen Karoline Herfurth («Fuck ju Göhte») gespielt und tut, was kleine Hexen eben tun. Flitzt durch den Wald, redet mit Tieren, schlägt Luftpurzelbäume und übt sich in der Zauberkunst. Selbst wenn dabei etwas schiefgeht, statt Regentropfen Tannenzapfen, Wäscheklammern, Wollknäuel oder Löffel vom Himmel fallen, lässt sie sich die gute Laune nicht verderben.

Etwas aber bereitet ihr Kummer: Obwohl sie über 127 Jahre alt ist, wurde sie zum Walpurgisfest schon wieder nicht eingeladen. Entgegen Abraxas’ Rat fliegt sie zum Blocksberg und mischt sich unter die tanzende Hexenschar. Selbstverständlich wird sie dabei ertappt. Der Hexenrat fordert eine drakonische Strafe. Die Oberhexe aber – Therese Affolter («Die göttliche Ordnung») in einer herrlich ulkigen Rolle – gibt der kleinen Hexe eine Chance. Binnen Jahresfrist soll sie das dicke Zauberbuch auswendig lernen und zur nächsten Walpurgisnacht beweisen, dass sie eine gute Hexe ist. Fleissig beginnt die kleine Hexe zu üben. Doch die Zaubersprüche sind allesamt Zungenbrecher. Auch kann sie es nicht lassen, Kindern in Not zu helfen. Das aber ist Hexen strengstens verboten.

Erste Verfilmung der Hexe als realer Spielfilm

«Die kleine Hexe», vor 60 Jahren erschienen, ist nebst «Der Räuber Hotzenplotz» Otfried Preusslers erfolgreichstes Buch. Obwohl der Autor auf Verfilmungen nie erpicht war, hat es «Die kleine Hexe» ein paar Mal bereits auf die Leinwand geschafft. Nie allerdings wie nun unter Michael Schaerer als Realspielfilm. Und Schaerer («Stationspiraten»), der übrigens auf Alain Gsponers Preussler-Verfilmung «Das kleine Gespenst» als Schnittmeister arbeitete, hat daraus das Allerbeste gemacht. Der Hexenwald erscheint farbensatt magisch und wechselt mit den Jahreszeiten seinen Look. Das Hexenhäuschen ist herrlich windschief wie im Buch und im Innern bis ins kleinste Detail liebevoll ausgestattet. Abraxas – nicht virtuell kreiert, sondern real erbaut und im Computer nachbearbeitet – sieht verblüffend lebensecht aus. Und Karoline Herfurth trägt als kleine Hexe zwar eine spitze Nase, ist aber alles andere als furchterregend, selbst wenn gegen Ende des Films ihre schwarzmagischen Künste gefragt sind. «Ich habe die kleine Hexe schon als Kind gelesen», sagt Schauspielerin Herfurth.

Mit einem fein die Stimmungen unterstreichenden Soundtrack des Zürcher Komponistentrios Nora, Diego und Lionel Baldenweg ausgestattet, ist «Die kleine Hexe» weit mehr als bloss ein gut gelungener Kinderfilm. Er wird hierzulande unter dem Titel «Di chli Häx» und mit Andrea Zogg als Stimme von Abraxas meist in schweizerdeutscher Synchronfassung vorgeführt.

Irene Genhart

Ab Donnerstag in den Kinos

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