Rätsel um U-Boot-Abschuss

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Krieg Das Rätsel um den Untergang des ersten U-Bootes, das je ein feindliches Schiff versenkt hat, scheint gelöst. Die H. L. Hunley war 1864 während des US-amerikanischen Bürgerkriegs kurz nach einem Angriff auf ein Schiff gesunken. Die acht See­leute starben sehr wahrscheinlich in Folge einer extrem starken Druckwelle, die eine von ihnen ausgelöste Explosion verursacht hatte. Das schreibt ein Team von der Duke University. Die Waffe der H. L. Hunley war kein Torpedo im eigentlichen Sinne, sondern ein Fass mit Schiesspulver, das an einem knapp fünf Meter langen Stab unter das feindliche Schiff gehalten und dort zur Explosion gebracht wurde.

Bei ihrer ersten und letzten Mission versenkte die auf Seiten der Südstaaten kämpfende H. L. Hunley so zwar das Kriegsschiff USS Housatonic des Nordens. Doch der Preis war hoch. Die Wucht der sehr nahen Detonation war für die U-Boot-Crew fatal: Sie erlitten Lance zufolge Verletzungen an Lunge und Gehirn. Das zigarrenförmige, zwölf Meter lange U-Boot hatte keinen Motorantrieb. Damit es sich unter Wasser fortbewegte, mussten die Seeleute es mit Muskelkraft antreiben, indem sie kräftig an Handkurbeln drehten. (sda)