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Problematische Futtersuppe

Antibiotika Bakterien werden zunehmend unempfindlich gegen Antibiotika. Ein grosses Problem ist der unsachgemässe Gebrauch von Antibiotika in der Tierhaltung. Die Forschungsanstalt Agroscope hat mit der Uni Zürich Schweinemastbetriebe untersucht. Der Fokus lag dabei auf der gängigen Praxis, ganze Gruppen von Schweinen, die aus verschiedenen Zuchtbetrieben stammen, mit Antibiotika zu behandeln. Werden die Medikamente dem Flüssigfutter beigemischt, können sich in den Rohren der Fütterungsanlage sehr leicht resistente Bakterien entwickeln.

Für die Studie im Rahmen des Forschungsprogramms Redymo entnahm ein Doktorand bei 27 Mastbetrieben Flüssigfutterproben im Laufe eines Mastdurchgangs. 13 der Betriebe verabreichten den Schweinen regelmässig Antibiotika über die Rohre, 14 hatten mindestens zwei Jahre lang keine Antibiotika auf diese Weise verabreicht. Das Resultat: In 80 Prozent der Proben aus den Betrieben, die Antibiotika per Flüssigfutteranlage verabreichten, fanden sich Bakterien, die gegen das Antibiotikum Tetrazyklin resistent waren – in drei Vierteln der Fälle auch solche, die gegen die Kombination aus Sulfonamid und Trimethoprim unempfindlich geworden waren. Bei den 14 Betrieben, die keine Antibiotika per Flüssigfutter verabreichten, betrug der Anteil jeweils unter 15 Prozent.

Stabiler Bakterienbelag in den Rohren

In den Rohren von Fütterungsanlagen siedeln sich Bakterien als stabiler Biofilm an und kommen so wiederholt mit den Antibiotika in der Futtersuppe in Berührung. Durch Reibung können sich die so resistent gewordenen Bakterien lösen und über das Futter im Schweinedarm landen. Über Genaustausch mit den dortigen Darmbakterien werden auch diese resistent – die Antibiotikaresistenz breitet sich aus. Die Agroscope-Experten raten daher dringend von dieser Art der Antibiotikaabgabe ab und schlagen vor, die Medikamente falls unbedingt nötig direkt in den Futtertrögen beizumischen. (sda)

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