Planen statt leben

Das Leben ist für viele Menschen eine Liste. Sie notieren, was sie heute unbedingt erledigen müssen, wie der Traummann sein sollte und was sie bis ans Lebensende noch erleben wollen. Was solche Listen bringen. Oder nicht.

Drucken
Teilen
Winternotizen (Bild: fotolia)

Winternotizen (Bild: fotolia)

In der Zeit um den Jahreswechsel bilanzieren und prognostizieren wir. Was haben wir bisher erreicht? Was wollen wir noch erleben? Viele Menschen tun das mit Listen. Und stellen sie dann ins Netz. Wie Andi. Andi heisst mit vollem Namen Andi Perullo de Ledesma, ist im Süden der USA geboren, führt ein Wellness Center und war schon in fünfzig Ländern auf sechs Kontinenten. Der siebte fehlt ihr noch und steht deshalb auf der Lebensliste, an Stelle zwei. An Stelle eins: ein Baby bekommen. Punkt drei (ein eigenes Unternehmen gründen) ist durchgestrichen – weil 2009 erreicht. Auch segeln und fliegen lernen will Andi noch. Und wird sie tatsächlich jemals auf dem Dach eines Zuges mitfahren? Ins Weltall reisen?

Wie sinnvoll sind solche Listen? Halten sie nicht davon ab, im Moment zu leben, dem Spontanen nachzugeben? Ein Psychiater gibt Auskunft.

Mehr zum Thema in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper vom 7. Januar.