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Wenig Spielraum

Über 2 Mio. Franken werden nächstes Jahr in die Sanierung des Langendörfer Gemeindehauses investiert. Das Budget lässt nicht viel Spielraum, wie der Gemeinderat nach der ersten Lesung merkte.

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Geld

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Solothurner Zeitung

Rahel Meier

«Es macht Freude, das neu gestaltete Budget anzusehen.» Dieses Lob erging gleich zu Beginn der letzten Langendörfer Gemeinderatssitzung an den neuen Gemeindeverwalter Kurt Kohl. Dieser hat die bisherige Rechnungsdarstellung leicht abgeändert und zum Teil neue Konten eröffnet. Damit soll die Budgetierung so weit als möglich projektbezogen erfolgen. Künftig sollen zudem eine Verpflichtungskreditkontrolle, eine Übersicht über mehrjährige Verpflichtungen und eine grafische Sammlung der wichtigsten Kennzahlen in den Vorschlag integriert werden.

«Noch nicht arbeitsfähig»

Der Voranschlag 2010, der vom Gemeinderat in einer ersten Lesung beraten wurde, wurde von Kurt Kohl zusammengestellt. «Die Finanzkommission hatte erst eine Sitzung und konnte das Budget noch nicht auseinandernehmen», meinte Ressortleiter Adrian Marti (FdP). Der Voranschlag rechnet mit einem Aufwandüberschuss von gegen 0,7 Mio. Franken und Investitionen von rund 3,4 Mio. Franken, wobei mehr als 2 Mio. in die Sanierung des Gemeindehauses fallen. Der Selbstfinanzierungsgrad liegt bei nur gerade 11 Prozent, der Finanzierungsfehlbetrag bei knapp 3 Mio. Franken. Kurt Kohl war sich bewusst, dass diese Zahlen kein Grund zum Jubeln seien. Trotzdem meinte er, dass gerade bei den Investitionen der Werterhalt von Gemeindeliegenschaften richtig sei. «Mehrere solche Jahre können wir uns sicher nicht leisten», so Kohl deutlich. Aber für ein Jahr sei ein solches Budget sicher verkraftbar.

Grundsätzliche Fragen

Für den Gemeinderat ergaben sich bei der anschliessenden Beratung einige grundsätzliche Fragen. So wurde eher unwillig festgestellt, dass die Besoldungskosten bei den Lehrern massiv angestiegen seien. Auch die Zahlen im Sozialwesen gefielen dem Gemeinderat nicht. Kritisiert wurde auch der sehr hohe Beitrag an die Spitex.

So ergaben sich denn auch einige konkrete Forderungen und Aufgaben, die bis zur zweiten Lesung des Budgets erledigt sein sollen. So möchte der Gemeinderat wissen, wie die Tarifgestaltung der Spitex aussieht und ob es eine Möglichkeit gibt, diese Leistungen an einem anderen Ort günstiger einzukaufen. Weiter sollen die Angebote der Kulturkommission überprüft werden. «Die Mitglieder leisten enorm viel Arbeit. Die Angebote werden aber eher wenig genützt.» Auch die Musikschule - die in die gemeinsame Schule mit Rüttenen und Oberdorf integriert werden soll - war wegen der stetig ansteigenden Kosten ein Thema.

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