Coronavirus

«Tod vor Augen»: Locarno-Filmfestival-Präsident Marco Solari aus Spital entlassen

Der Präsident des Filmfestivals Locarno, Marco Solari, ist nach einer Intensivbehandlung wegen einer Coronavirus-Infektion wieder aus dem Spital entlassen worden. Er wurde knapp drei Wochen lang in einer Tessiner Klinik behandelt.

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Der Präsident des Filmfestivals in Locarno, Marco Solari, wurde wegen der Lungenkrankheit Covid-19 auf der Intensivstation behandelt. (Archivbild)

Der Präsident des Filmfestivals in Locarno, Marco Solari, wurde wegen der Lungenkrankheit Covid-19 auf der Intensivstation behandelt. (Archivbild)

KEYSTONE/PETER KLAUNZER

Er habe den Tod vor Augen gehabt, sagte der 76-jährige Solari dem "SonntagsBlick". "Die Sichel hat mich nicht getroffen, aber ich habe ihr Zischen gehört."

Solari hatte laut eigenen Angaben im vergangenen Monat zunächst über Unwohlsein geklagt und eine Grippe vermutet. Nachdem er sich immer schlechter gefühlt hatte, liess er sich auf Anraten seines Arztes auf das Coronavirus testen. Nach dem positiven Befund wurde er am 10. März ins Regionalspital La Carità in Locarno gebracht. Er lag mehrere Tage auf der Intensivstation.

Die Freude, wieder am Leben zu sein, sei aber nicht ganz ungetrübt, sagte der frühere Tessiner Tourismusdirektor. Neben ihm seien Menschen gestorben, während er überlebt habe. "Dieses Schuldgefühl habe ich auch als öffentliche Person." Gegenüber den Opfern empfinde er ein enormes Mitgefühl, gegenüber dem Pflegepersonal und den Ärzten enorme Dankbarkeit.

Nach Bekanntwerden von Solaris Erkrankung, arbeitete das Team des Filmfestivals im Home Office, um weitere Ansteckungen zu vermeiden. Das Filmfestival in Locarno ist heuer für die Zeit vom 5. bis zum 15. August geplant. Ob und allenfalls in welcher Form das Festival stattfinden wird, ist noch unklar.

Promis mit Coronavirus

12. April: Marco Solari (76), Präsident des Locarno-Filmfestivals, hat Covid-19 überstanden. Der 76-Jährige konnte das Spital nach einer Intensivbehandlung am 25. März wieder verlassen. Er wurde knapp drei Wochen lang in einer Tessiner Klinik behandelt.
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12. April : Der britische Premierminister Boris Johnson (55) ist nach 8 Tagen im Spital wieder entlassen worden. Er lag zwischenzeitlich auf der Intensivabteilung. Er bedankte sich bei den Mitarbeitern des St. Thomas' Hospitals: "Ich kann ihnen nicht genug danken. Ich verdanke ihnen mein Leben."
11. April: Grammy-Preisträger Kenneth "Babyface" Edmonds ist nach einer Covid-19-Erkrankung auf dem Weg zu voller Gesundheit. Wie der US-Sänger, Songwriter und Plattenproduzent am Freitag auf Twitter mitteilte, hatte sich auch seine Familie mit dem Coronavirus infiziert.
4. April: Die britische Sängerin Marianne Faithfull hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Die 73-Jährige befindet sich in London in einem Spital.
2. April: US-Sängerin Pink (40, "Just Like a Pill") hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Dies gab die zweifache Mutter auf Instagram bekannt.
1. April: Der amerikanische Jazz-Pianist Ellis Marsalis aus New Orleans ist an den Folgen der Coronavirus-Infektion gestorben.
1. April: Der amerikanische Musiker Adam Schlesinger (52) starb an den Folgen einer Corona-Infektion. Der Emmy- und Grammy-Preisträger wurde 52 Jahre alt. Er war zuletzt in einem Krankenhaus an ein Beatmungsgerät angeschlossen.
25. März: Leichte Symptome aber sonst "wohlauf": Der britische Thronfolger Prinz Charles hat sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert.
25. März: US-Schauspieler Mark Blum (mit Schauspielerin Sharon Lawrence) ist mit 69 Jahren an den Folgen einer Covid-19-Infektion gestorben. Blum wurde mit Filmen wie "Desperately Seeking Susan" und "Crocodile Dundee" bekannt.
25. März: Markus Dieth (52), Landammann und Finanzdirektor des Kantons Aargau, hat sich ebenfalls angesteckt. Nach rund zwei Wochen nahm er die Arbeit im April wieder auf.
Johannes B. Kerner (55), deutscher Fernsehmoderator, hat die Erkrankung hinter sich und sie gut überstanden.
24. März: Der Aargauer Polizeidirektor Urs Hofmann (63) und der Aargauer Polizeikommandant Michael Leupold (52) sind mit dem Coronavirus infiziert. Hofmann musste zwischenzeitlich in Spitalpflege, bei Leupold war dies nicht nötig.
Harvey Weinstein (68), US-amerikanischer Filmproduzent, zeigt nur leichte Symptome. Der verurteilte Sexualstraftäter befindet sich in Isolationshaft.
Albert Alexandre Louis Pierre Rainier Grimaldi (62), Fürst von Monaco
Antti Törmänen (49), finnischer Trainer beim EHC Biel-Bienne.
Dominique Blanc (70), Zentralpräsident des Schweizerischen Fussballverbands (SFV)
Friedrich Merz (64), deutscher CDU-Politiker und Kanzlerkandidat
Sophie Grégoire (44), kanadische First Lady und Ehefrau des kanadischen Premierministers Justin Trudeau
Karl von Habsburg (59), österreichischer Politiker und Enkel des letzten Kaiser Österreichs
Tom Hanks (63), US-amerikanischer Schauspieler und seine Ehefrau Rita Wilson (63)
Plácido Domingo (79), spanischer Opernsänger
Manu Dibango (†86), kamerunischer Jazz-Saxofonist
Oliver Pocher (42), deutscher Komiker und Entertainer
Olga Kurylenko (40), ukrainisch-französische Schauspielerin und Bond-Girl in «James Bond 007: Ein Quantum Trost»
Idris Elba (47), britischer Schauspieler
Debi Mazar (55), US-amerikanische Schauspielerin
Kristofer Hivju (41), norwegischer Schauspieler bekannt als Tormund in «Game of Thrones»
Mikel Arteta (37), spanischer Cheftrainer des FC Arsenal
Daniele Rugani (25), italienischer Fussballer bei Juventus Turin
Callum Hudson-Odoi (19), englischer Fussballer beim FC Chelsea
Fatih Terim (66), türkischer Trainer von Galatasaray Istanbul und ehemaliger türkischer Nationalcoach
Lorenzo Sanz (†76), ehemaliger Präsident von Real Madrid: Er verstarb am 21. März 2020 an COVID-19.

12. April: Marco Solari (76), Präsident des Locarno-Filmfestivals, hat Covid-19 überstanden. Der 76-Jährige konnte das Spital nach einer Intensivbehandlung am 25. März wieder verlassen. Er wurde knapp drei Wochen lang in einer Tessiner Klinik behandelt.

Keystone/URS FLUEELER