Mummenschanz-Mitbegründerin Floriana Frassetto näht gegen Kummer

Wenn Mummenschanz-Mitbegründerin Floriana Frassetto traurig ist, setzt sie sich an die Nähmaschine. Die Bühnenarbeit gibt sie aber auch mit 66 nicht auf. "Ich mache weiter, solange es mir Spass macht". Auch mit Workshops, beispielsweise für Banker und Anwälte.

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Floriana Frassetto, das letzte noch aktive Gründungsmitglied der weltberühmten Truppe Mummenschatz, will nicht in den Ruhestand. Das ist ihr zu langweilig, auch wenn sie in ihrer Freizeit leidenschaftlich gern näht. (Archivbild)

Floriana Frassetto, das letzte noch aktive Gründungsmitglied der weltberühmten Truppe Mummenschatz, will nicht in den Ruhestand. Das ist ihr zu langweilig, auch wenn sie in ihrer Freizeit leidenschaftlich gern näht. (Archivbild)

Keystone/GAETAN BALLY

Kürzlich habe sie mit so einer Herrengruppe von der Zürcher Bahnhofstrasse gearbeitet, die hätten "wie Kinder und voller Freude leere Plastikkanister mit Wolle, Schaumgummi und Styropor in Gesichter verwandelt", erzählte die gebürtige Italienerin der "Schweizer Familie". Die sprachlose Magie von Mummenschanz funktioniere halt in allen Ländern und sozialen Schichten.

Wenn Frassetto einmal Freizeit hat, ist sie gar nicht unbedingt glücklich. Diesen Sommer etwa wurde die Mummenschanz-Tournée in Taiwan kurzfristig abgesagt, und sie musste drei Monate in ihrem Haus in Altstätten (SG) verbringen. "Rundherum alles grün. Aber ich bin im farbigen Rom geboren, in den rauen USA aufgewachsen, ging in Paris zur Zirkusschule", sagt sie. Naturidyll ist offenbar nicht so ihr Ding.