Entblösst

Juli Zeh fühlt sich nackt, wenn ein Buch draussen ist

Juli Zeh ("Unterleuten") ist eine gefeierte Autorin - kaum zu glauben, tut sich die Deutsche schwer damit, von Tausenden gelesen zu werden. "Eigentlich schreibe ich nur für mich."

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Bedeutende Autorin wider Willen: Juli Zeh. (Archivbild)

Bedeutende Autorin wider Willen: Juli Zeh. (Archivbild)

Keystone/DPA dpa-Zentralbild/Z1008/_JENS KALAENE

Der Sprung zwischen Schreiben und Veröffentlichen sei für sie "ein wahnsinnig grosser", gestand die 43-Jährige der "annabelle". Zeh ist es richtiggehend peinlich, gelesen zu werden, sie empfinde "die gleiche Scham vor fremden Blicken wie andere beim Sex". Es seien "persönliche, intime Angelegenheiten", die sie formuliere. "Es ist, als ziehe man sich aus und stehe nackt da."

Zeh, die für ihre Werke bereits über ein Dutzend Auszeichnungen erhielt, veröffentlichte diesen Herbst ihren neuen Roman "Leere Herzen". Sie lebt mit ihrem Mann, dem Autor David Finck, und den beiden Kindern in Brandenburg.