Urteil

Gericht bestätigt Schuldspruch gegen Gina-Lisa Lohfink

Das Berliner Gericht bleibt dabei: Das deutsche Model Gina-Lisa Lohfink hat zwei Männer zu Unrecht der Vergewaltigung bezichtigt. Die Höhe der Geldstrafe müsse jedoch neu festgelegt werden, urteilte das Gericht am Freitag.

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Gina-Lisa Lohfink und ihr Anwalt Burkhard Benecken vor Gericht: Es bleibt beim Schuldspruch gegen das deutsche Model. Allerdings wird über die Höhe der Geldstrafe neu verhandelt.

Gina-Lisa Lohfink und ihr Anwalt Burkhard Benecken vor Gericht: Es bleibt beim Schuldspruch gegen das deutsche Model. Allerdings wird über die Höhe der Geldstrafe neu verhandelt.

KEYSTONE/EPA/OLIVER WEIKEN

Lohfink war zur Verhandlung gekommen und hatte den Gerichtssaal ohne Kommentar betreten. Über die Höhe der Tagessätze muss nun eine andere Abteilung des Amtsgerichts neu verhandeln.

Die 30-jährige Lohfink war im vergangenen August vom Amtsgericht Berlin-Tiergarten zu einer Geldstrafe von 20'000 Euro verurteilt worden. Sie hatte behauptet, im Juni 2012 von zwei Männern vergewaltigt worden zu sein. Dafür sah das Gericht keine Hinweise. Laut Urteil hatte Lohfink bewusst gelogen, der Sex mit beiden Männern sei einvernehmlich gewesen.

Der Prozess hatte deutschlandweit Aufsehen erregt und polarisiert. Die einen sahen das Model als Vorkämpferin für die Rechte von Frauen, andere vermuteten eine inszenierte Tränenshow.

Im Revisionsprozess wurden keine neuen Beweise erhoben und keine Zeugen gehört. Das Urteil wurde nur auf Rechtsfehler untersucht. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte beantragt, die Geldstrafe aufzuheben, der Schuldspruch solle aber bleiben.