William, Kate & Harry
Die Royals intim: «Wir haben nie wirklich über den Verlust unserer Mutter gesprochen»

Prinz William, Herzogin Kate und Prinz Harry setzen sich dafür ein, dass mehr über psychische Probleme gesprochen wird. Sie machen selbst den ersten Schritt und lassen sich bei einem intimen Gespräch im Garten des Kensington Palace filmen.

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Probleme mit anderen zu teilen, heisse, sie für sich selbst zu halbieren, sagt Prinz William. Er weiss, wovon er spricht. Das wohl grösste Trauma seines Lebens hat er offenbar über weite Strecken selbst getragen. Denn sein Bruder Harry fügt an: «Wir waren uns einig, dass wir nie richtig darüber gesprochen haben, was es heisst, in so jungen Jahren die Mutter zu verlieren.»

Es ist ein sehr privates Gespräch, dass die royalen Brüder zusammen mit Herzogin Kate an einem Gartentisch beim Kensington Palace führen. Und doch ist es für die breite Öffentlichkeit bestimmt. Geführt und gefilmt wurde es nämlich für die Kampagne «Heads Together», die Menschen ermutigen will, über ihre psychischen Probleme zu sprechen.

«Wenn ich mit anderen Familien etwa über kleine Kinder spreche, dann hoffe ich einfach, dass sie nicht dasselbe durchmachen müssen wie wir», führt Harry weiter aus. «Man will sie ermutigen, früh genug über ihren Kummer zu sprechen, anstatt diesen zu lange mit sich herumzutragen.»

«Nichts kann einen auf ein Kind vorbereiten»

Auch Herzogin Kate nimmt kein Blatt vor den Mund. Sie spricht offen über die Schwierigkeiten, Mutter zu sein: «Gerade das erste Kind verändert das Leben vollkommen – nichts kann einen darauf vorbereiten. Erinnert ihr euch noch an die ersten Tage mit dem kleinen George? Man weiss nicht, was man hier tut, da kann man so viele Bücher lesen.»

Sie hat aber auch wohltuende Worte für ihren Gatten und seinen Bruder: «Wenn man bedenkt, was ihr beide durchgemacht habt, dann bewundere ich euch für eure Stärke und wie nahe ihr euch seid.» Dass sie eine solch gute Beziehung hätten, sei ein grosses Glück.

Brüder mit einzigartiger Beziehung

«Wir sind auf einzigartige Weise miteinander verbunden, genau wegen dem, was wir zusammen durchmachen mussten», sagt William. «Es waren die Umstände, die uns einander so nahe gebracht haben.»

Am vergangenen Wochenende hatte «Heads Together» einen Auftritt am London Marathon. Die Läufer konnten sich unter anderem mit blauen Kopfbändern zur Kampagne bekennen und die Royals verteilten am Rande der Strecke High Fives und Selfies:

Das Gespräch im Garten des Kensington Palace fand im Vorfeld des Marathons statt. (smo)

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