Privatleben

Claude Barras' Privatleben ist praktisch auf Eis gelegt

Der Erfolg seines Films "Ma vie de Courgette" hat das Leben des Walliser Regisseurs Claude Barras komplett auf den Kopf gestellt. Seit Monaten lebt der 44-Jährige aus dem Koffer, sein Privatleben sei "quasi inexistent", sagt der Filmemacher.

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Reisen gemeinsam um die Welt: der Walliser Regisseur Claude Barras und sein Courgette. (Archivbild)

Reisen gemeinsam um die Welt: der Walliser Regisseur Claude Barras und sein Courgette. (Archivbild)

Keystone/OLIVIER MAIRE

Derart gefragt zu sein, das sei unglaublich, aber auch sehr streng, erzählte Barras im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda. Für die Fluglinie Zürich - Los Angeles hat er quasi ein Streckenabo gelöst. Vor wenigen Tagen kehrte Barras aus L.A. heim, wo er am traditionellen Lunch für alle Oscar-Anwärter teilnahm.

Im Januar wohnte er als Golden-Globe-Kandidat an der Preisverleihung in der Filmstadt bei. Und bereits im November war Barras in L.A., um Werbung zu machen für seinen Animationsfilm.

Und das nächste Flugticket ist schon gebucht: Am 25. Februar hebt Barras wiederum in Richtung Hollywood ab, am Tag danach werden nämlich die Oscars vergeben. "Ma vie de Courgette" ist in der Kategorie "Bester Animationsfilm" nominiert.

Am Tag vor dem Abflug nach Los Angeles weilt der Regisseur noch in Paris, wo die Verleihung der französischen Filmpreise, der Césars, ansteht. Dort hat sein Film in drei Sektionen Gewinnchancen.

Und der Marathon geht noch weiter: Gleich nach der Oscar-Nacht macht sich Barras auf den Weg nach China und in die Mongolei, um dort für seinen Film zu werben. Ende März, wenn auch die Schweizer Filmpreise über die Bühne sind, wird es dann ruhiger und Barras hat Zeit, an seinem neuen Filmprojekt zu arbeiten - und vielleicht hin und wieder sein Privatleben zu geniessen.