Schicksal

Christian Constantin hat harte Realität in Kindheit kennengelernt

Sion-Präsident Christian Constantin rechtfertigt die Ohrfeigen, die er Teleclub-Experte Rolf Fringer kürzlich verpasste, mit seiner Abneigung gegen Indirektheit. Wäre er mit der Kritik konfrontiert worden, "wäre ich der Letzte gewesen, der das nicht akzeptiert hätte".

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Vielleicht liegt es an seiner schwierigen Kindheit: Sion-Präsident Christian Constantin fackelt nicht lange, wenn ihn jemand hinterrücks kritisiert. (Archivbild)

Vielleicht liegt es an seiner schwierigen Kindheit: Sion-Präsident Christian Constantin fackelt nicht lange, wenn ihn jemand hinterrücks kritisiert. (Archivbild)

Keystone/SALVATORE DI NOLFI

Diese Eigenschaft, immer auf Konfrontation aus zu sein und Offenheit wie Ehrlichkeit mehr zu schätzen als Versteckspiele, hätten möglicherweise mit seiner Kindheit zu tun, so der ehemalige Fussballer und Bauunternehmer zur "Coopzeitung". "Meine Mutter erkrankte, als ich sechs war, an Leukämie. Es war ein langer Kampf."

Da sein Vater viel gearbeitet habe, sei er plötzlich "alleine in der Welt" gestanden. Es sei sehr prägend, keine Komfortzone mehr zu haben und sich stattdessen mit den harten Realitäten der Welt auseinandersetzen zu müssen. "Wohl deshalb verkrieche ich mich nicht in der Ecke, wenn mich Fringer zum wiederholten Mal angreift. Sondern nehme es selber in die Hand", so der 60-Jährige.