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Parasit vernichtet einheimische Fische

Natur Der Parasit Tetracapsuloides bryosalmonae befällt Süsswasserfische und löst bei ihnen eine tödliche Nierenerkrankung aus. Für Menschen ist der Erreger ungefährlich, von Fisch zu Fisch kann er sich jedoch leicht weiterverbreiten und ganze Bestände auslöschen, wie die ETH Lausanne mitteilt. In der Schweiz sind Regenbogenforelle, Bachforelle und Saibling betroffen. Die Krankheit gilt als einer der Hauptgründe für den Rückgang der Fischbestände in den letzten Jahrzehnten und hat zum Verschwinden lokaler endemischer Arten beigetragen. Forscher haben drei Jahre lang den Fluss Wigger in Luzern und Aargau untersucht. Zunächst befällt der Erreger Moostierchen, die an Steinen im Flussbett haften. In Form von Sporen gelangt der Parasit dann ins offene Wasser und dringt über die Kiemen der Fische in deren Schleimhäute ein, bevor es ihre Nieren befällt. Über den Harn gelangen Sporen wiederum in den Fluss. In kühlem Wasser ruft der Parasit kaum Symptome hervor. Bleibt die Wassertemperatur jedoch mehrere Wochen über 15 Grad Celsius, wird die Krankheit tödlich für die Fische. (sda)

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