Ohne Stress keine Leistung

Mit Stress verbinden wir in der Regel nichts Gutes. Doch gelingt es uns, das Positive am Stress zu sehen, stimuliert er zu Höchstleistungen. Er fördert die Kreativität und steigert die Produktivität.

Anna Miller
Merken
Drucken
Teilen
Kontrollierter und beeinflussbarer Stress können wir als Glück empfinden und persönlich daran wachsen. (Bild: fotolia)

Kontrollierter und beeinflussbarer Stress können wir als Glück empfinden und persönlich daran wachsen. (Bild: fotolia)

Stress ist im Grunde nichts anderes, als die Reaktion eines Lebewesens auf äussere Reize. Der Organismus bereitet sich auf eine erhöhte Leistungsbereitschaft vor, in dem er dem Körper mehr Energie zur Verfügung stellt. Der Mensch wird wachsamer, schneller und leistungsfähiger. Die ausgeschütteten Hormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol kurbeln den Kreislauf an. Ohne den Stress wären keine sportlichen Rekorde und keine Lösungen für komplexe Aufgaben zu bewältigen.

Guter und schlechter Stress

Stress kann jedoch bei längerer Dauer krank machen. Die Frage ist, ob die Situation als Herausforderung oder als Bedrohung angesehen wird. «Die Stresssituation muss als kontrollier- und beeinflussbar erlebt werden, für den Menschen persönlich relevant sein und einen Anreiz für eine persönliche Entwicklung bieten», sagt Guy Bodenmann, Professor für Klinische Psychologie in Zürich. «Ist dies möglich, so gibt uns positiver Stress Kraft und Ausdauer.»

Unsere Reaktion auf Reize sollte somit nicht nur mit dem Bild eines ausgebrannten Arbeiters in Verbindung gebracht werden. Vielmehr können wir aktiv dafür sorgen, dass wir in stressigen Situationen etwas Gutes und Produktives sehen.

Mehr zum Thema in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper vom 11. November.