Nummer 4 holt auf Anhieb Rang 3

Die «Schweizerische Weinzeitung» kürte die 99 schönsten einheimischen Weine. Der Wein des Jahres kommt aus dem Kanton Neuenburg – Schlossgut Bachtobel schaffte es mit seiner neuen «N° 4» aufs Podest.

Beda Hanimann
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Ines Rebentrost (Bild: Nana do Carmo)

Ines Rebentrost (Bild: Nana do Carmo)

Als wir Ines Rebentrost, die Önologin vom Weinfelder Schlossgut Bachtobel, zu Ende des letzten Jahres um einen Rück- und Ausblick baten, erwähnte sie den neuen Bachtobel N° 4, einen 2011 geernteten und in neuen Barriques ausgebauten Pinot noir von alten Rebstöcken. Es wurde ein fulminanter Start. Im eben publizierten Ranking der 99 schönsten Schweizer Weine setzte ihn die «Schweizerische Weinzeitung» auf Platz 3.

Die «N° 4» hebe sich deutlich von den anderen Weinen des Hauses und stark vom Thurgauer Rotwein-Stil ab: «Das Ergebnis ist nicht gerade ein Charmeur, braucht Zeit, zeigt ungewohnte Würze und Aromatik, besticht vor allem durch seine Länge und ungeheure mineralische Präzision», schreibt die Weinzeitung.

Mit Michael Broger (Rang 26 für den Ottenberger «Alte Rebe» 2011 und Rang 39 für den biodynamischen Blauburgunder 2012), Martin Wolfer (Rang 88 für den Weinfelder Pinot noir 2012) sowie Roland und Karin Lenz (Rang 93 für die Iselisberger Cuvée noir 2012) überzeugten drei weitere Thurgauer Weingüter.

Zum Wein des Jahres kürte die Weinzeitung den 2011er Pinot noir der Domaine de la Rochette in Cressier NE. Dahinter folgen Martha und Daniel Gantenbein aus Fläsch, die auf dem Zenit ihres Schaffens angelangt seien. Sie sind der Leuchtturm einer Region, die es der Weinzeitung ganz besonders angetan hat: Von den 99 ausgezeichneten Weinen wurden nicht weniger als 22 in der Bündner Herrschaft gekeltert. St. Gallen fehlt in der illustren Liste. Müsste doch eigentlich auch eine Motivation sein.