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Nichts für Kinder

Einfach, trashig und mit Suchtpotenzial: Neue Würfelspiele wie «King of Tokyo» bringen die Erwachsenen zurück ans Spielbrett.
Hendrik Breuer
Sieht aus wie in einem japanischen B-Movie, ist aber ein Spiel: In «King of Tokyo» kämpft man mit Monstern gegen seine Mitspieler. (Bilder: pd)

Sieht aus wie in einem japanischen B-Movie, ist aber ein Spiel: In «King of Tokyo» kämpft man mit Monstern gegen seine Mitspieler. (Bilder: pd)

«King of Tokyo» ist das spektakulärste einer ganzen Reihe schräger Würfelspiele, bei denen man seinen Mitspielern ordentlich einen reinwürgen kann. Spiele mit gehörigem Suchtpotenzial, denn bei einer Spielrunde bleibt es selten, da immer irgendjemand auf Rache sinnt. Viele dieser Spiele kommen aus den USA, wo das Genre aufgrund seines oft trashigen Looks als Ameritrash bezeichnet wird. «Zombie Würfel» und «Junta – Viva el Presidente» fallen ebenfalls in diese Kategorie.

So spielen Erwachsene gern

Ameritrash-Spiele gab es zwar schon immer, doch noch vor ein paar Jahren konnten sie höchstens Kinder begeistern, die Spiele waren für Erwachsene zu schlecht gemacht. Das hat sich in letzter Zeit geändert. Für den Wandel sind hauptsächlich europäische Spiele wie «Die Siedler von Catan» verantwortlich. Seit etwa 15 Jahren gibt es diese sogenannten Euro Games in Amerika zu kaufen. Sie haben Erwachsene wieder zum Spielen gebracht. Für diese Zielgruppe kommen jetzt interessante Ameritrash-Spiele auf den Markt.

In «King of Tokyo» kämpfen Monster, die einem Schundfilm entsprungen sein könnten, um die Vorherrschaft in der Metropole. Dabei wird nicht zimperlich vorgegangen: Die Spielfiguren dreschen aufeinander ein, speien Feuer oder fressen ganze Hochhäuser auf. Wer in diesem Inferno am längsten durchhält oder Punkte sammelt, gewinnt die Rauferei, die kaum länger als eine halbe Stunde dauert.

Spiel schnell erlernt

Dabei ist «King of Tokyo» im Grunde ein einfaches Würfelspiel, bei dem sechs Würfel entscheiden, welche Aktionen die Monster durchführen: andere angreifen, Ruhmes- und Lebenspunkte oder Energiebrocken sammeln. Mit den Brocken kann man Aktionskarten kaufen, mit denen man die anderen Spieler noch besser attackieren kann. Mit gewürfelten Tatzen stiehlt man den anderen Lebenspunkte, mit Herzen bessert man seine eigene Gesundheit wieder auf. Jeder Spieler hat einen Monsteranzeiger vor sich liegen, der die Punkte notiert. Man dreht dazu an kleinen Rädchen. Ist ein Totenkopf zu sehen, wurde dem Monster der Garaus gemacht. Das Spielprinzip ist so einfach, dass man «King of Tokyo» in weniger als zehn Minuten erlernt.

Der schnelle Einstieg in die Ameritrash-Spiele könnte helfen, wieder mehr Menschen für Brettspiele zu begeistern. Viel grübeln muss man auch nicht, sondern kann sich darauf konzentrieren, gegen die anderen zu gewinnen.

Auch bei «Zombie Würfel» kann man seine Mitspielenden super anspitzen: «Komm, ein Hirn kannst Du noch fressen!» Und dann wird der Zombie doch von der Shotgun erwischt, und aus ist's mit ihm. «Zombie Würfel» ist ein lustiges Spiel für zwischendurch, bei dem der mutigste Glückspilz gewinnt.

Bestechen, um zu gewinnen

«Junta – Viva el Presidente», designt von zwei Österreichern, ist schon eher etwas für Strategen und zeigt, dass coole neue Spiele auch ohne Fantasy auskommen. Hier kämpft man darum, als Präsident der República de las Bananas die grössten Reichtümer anzuhäufen und seine Mitspieler durch geschicktes Bestechen bei Laune zu halten. Dazu nutzt man umgeleitete Entwicklungshilfegelder aus dem Westen. Der Presidente steht in herausragender Position und sieht sich den ständigen Angriffen von Putschisten ausgesetzt. So intrigant, wie man bei diesem Spiel schon nach ein paar Minuten wird, können Computer gar nicht sein!

Bild: Hendrik Breuer

Bild: Hendrik Breuer

Bild: Hendrik Breuer

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