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Nicht ohne mein Handy

Wer zu Weihnachten ein Handy bekommen hat, hat seither bestimmt das echte Leben vernachlässigt: Anitra Eggler verbrachte lange zu viel Zeit mit Technik. Nun gibt sie als Digital-Therapeutin Tips.
Sklaven-Phonitis: Darunter leidet, wer nicht mehr ohne Handy auskommt. (Bild: pd)

Sklaven-Phonitis: Darunter leidet, wer nicht mehr ohne Handy auskommt. (Bild: pd)

Einer von zehn Handynutzern weiss nicht, wo der Aus-Knopf ist. Drei von zehn Teens machen per SMS Schluss, einer von zehn Menschen greift beim Gottesdienst zum Handy. 4,8 Milliarden Menschen besitzen ein Handy, aber nur 4,2 Milliarden eine Zahnbürste. Solche und andere Fakten erfährt, wer das Buch «Facebook macht blöd, blind und erfolglos» von Anitra Eggler liest. Darin gibt die deutsche, unterdessen in Wien wohnhafte Digital-Therapeutin auch Tips, wie man nicht zum «Smartphone-Zombie» verkommt. In der Zeit nach den Festtagen, in denen man viel Energie und Aufwand in geschenkte Geräte investiert, kommen die Empfehlungen gerade gelegen.

Eggler weiss, wovon sie spricht. Sie hat als Journalistin, Werbeagenturchefin und Start-up-Managerin rund um die Uhr gearbeitet und per Handy, Mail und Social Media kommuniziert. «Auf Reisen war ich eine Horrorbegleiterin. Beim Frühstück habe ich mich durch Mails geklickt, die anderen dann alleine auf die Piste geschickt. Ich bin meist erst beim Après-Ski dazugestossen.» Dadurch habe sie die echten Momente im Leben verpasst. Auch Zeit mit Menschen – und die kommt nicht mehr zurück. Eggler hat sich für einen Digital-Entzug entschieden und sieht sich heute als «Digital-Domina mit Privatleben und Freizeit», wie sie im Interview mit unserer Zeitung sagt. Sie beantwortet Mails etwa nur noch zweimal täglich. Wie reagiert das Umfeld? Eggler: «Wichtig ist zu kommunizieren, wie oft man in die Mailbox schaut, und dass man nur auf Wichtiges und Dringendes eingeht. Seit das auf meiner Homepage steht, erhalte ich die bestgetexteten Mails je.» (dbu)

Mehr zum Thema in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper vom 15. Januar.

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