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Neues Massensterben entdeckt

In der Erdgeschichte kam es mehrmals zu einem Massenaussterben. Forscher der Universität Zürich haben nun eine weitere Katastrophe entdeckt.
Bruno Knellwolf

Von fünf grossen Katastrophen, von fünf Massenaussterben, wird gesprochen, welche unseren Erdball erschüttert haben. Einige sagen, die sechste Katastrophe habe schon begonnen und die sei im Gegensatz zu den ersten fünf vom Menschen selbst verursacht.

Das früheste Massensterben fand vor etwa 450 Millionen Jahren statt, das grösste vor 252 Millionen Jahren. Dieses wird als Perm-Trias-Ereignis bezeichnet. Fast alle meeresbewohnenden Arten sowie zwei Drittel aller Reptilien und Amphibien starben aus. Kurzzeitige Diversitätsabnahmen gab es auch in der Pflanzenwelt. Diese erholte sich jedoch innerhalb einiger tausend Jahre, so dass wieder ähnliche Bedingungen herrschten wie zuvor.

Dinosaurier-Sterben

Die letzte Gross-Katastrophe ereignete sich vor 65 Millionen Jahren, was zum Aussterben der Dinosaurier führte, wohl aufgrund eines riesigen Asteroiden, der auf der Erde eingeschlagen ist.

Neu entdecktes Massensterben

Nun haben Forscher des Paläontologischen Instituts und Museums der Universität Zürich eine weitere, bisher unbekannte Krise ähnlichen Ausmasses in der Unteren Trias entdeckt. Das Team um Peter A. Hochuli und Hugo Bucher konnte aufzeigen, dass nach der grossen Naturkatastrophe an der Perm/Trias-Grenze vor 252 Millionen Jahren ein weiteres Ereignis die Vegetation grundlegend veränderte.

Die Zürcher Wissenschafter haben über 400 Meter mächtige Sedimente aus Nordost-Grönland untersucht. Kohlenstoff-Isotopenkurven legen nahe, dass innerhalb von wenigen tausend Jahren die vorherrschenden Samenfarne und Nadelgehölze durch eine Vegetation von Sporenpflanzen abgelöst wurden. Einige Sporenpflanzen wie Farne sind auch heute dafür bekannt, dass sie lebensfeindliche Bedingungen besser überstehen können als höher entwickelte Pflanzen.

«Die gleichzeitig auftretenden, einschneidenden Veränderungen der Flora und die Zusammensetzung der Kohlenstoff-Isotope legen den Schluss nahe, dass der wirkliche Einschnitt in der Vegetation erst rund 500 000 Jahre später als bisher angenommen stattfand», erklärt Hochuli.

Die Forscher konnten das Massenaussterben der Vegetation auch schon in Pakistan beobachten. Zudem zeigen neuste Datierungen vulkanischer Aschen, dass auch in Australien die bedeutendste Veränderung der Pflanzenwelt erst einige hunderttausend Jahre nach der Perm/Trias-Grenze passierte.

Enorme Vulkanausbrüche

Warum es zu dieser Katastrophe kam, ist noch nicht geklärt. «Wir sehen jedoch einen Zusammenhang zwischen diesem bisher unbekannten, weltweiten Ereignis und den enormen Vulkanausbrüchen, die aus der Unteren Trias des heutigen Sibirien bekannt sind», erklärt Bucher.

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