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NEUE SAISON: Hier läuft bald etwas falsch

Am 1. September beginnt die neue Spielzeit in der Kellerbühne. Die bewährte Kleintheater-Mischung bleibt. Auch eine neue Eigenproduktion ist geplant: das preisgekrönte Stück «Falsch» der holländischen Autorin Lot Vekemas.

Gibt es eine Wahrheit, die «richtig» und «falsch» voneinander trennt? Oder ist die Wahrheit nur eine Frage der Perspektive? Um dieses Thema dreht sich das Theaterstück «Falsch», das 2013 von der Königlichen Akademie für niederländische Sprache und Literatur preisgekrönt wurde. Kellerbühnen-Leiter Matthias Peter inszeniert selbst die Schweizer Erstaufführung im März 2018 – und bringt damit einmal mehr ein zeitgenössisches Stück auf die Bühne des St. Galler Kleintheaters.

Diese Eigenproduktion, das weiss Matthias Peter aus Erfahrung, dürfte zwar kaum vor ausverkauften Rängen spielen. Aber es sei auch nicht ihr Ziel, das Programm allein auf hohe Zuschauer­zahlen auszurichten, betont er an der Medienkonferenz zur neuen Spielzeit.

Das Sprechtheater liegt ihm am Herzen

Diese Freiheit darf er sich angesichts einer erneut erfreulichen Bilanz der Spielzeit 2014/15 auch nehmen. Denn die Kellerbühne stiess auch in der vergangenen Saison auf grosse Publikumsresonanz. Mit einer Auslastung von 65 Prozent und 14251 Gästen bei 157 Vorstellungen sind die Zahlen für den Verein um Präsident Martin Wettstein wie auch für den künstlerischen Leiter sehr zu­friedenstellend. Da kann auch anspruchsvolleres Sprechtheater, das dem Theatermann Peter besonders am Herzen liegt, seinen Platz haben.

Bereits am 13. September ist mit «Alles trennt» die Uraufführung des neuen Stücks von Rebecca C. Schnyder zu erleben. Die St. Galler Autorin war 2015 mit der Mutter-Tochter-Geschichte am Heidelberger Stücke­markt eingeladen – was schon eine Auszeichnung für sich ist, wie Matthias Peter sagt. Der Schauspieler Alexandre Pelichet bringt zudem mit «Das Leben ist gut» den gleichnamigen Roman von Alex Capus auf die Bühne. Und mit Kleists «Michael Kohlhaas», inszeniert von Tim Kramer, ist kommenden Mai noch das TAK Schaan zu Gast.

Bissige Österreicher, St. Galler Hexen

Der Schwerpunkt im Kellerbühnen-Programm liegt freilich weiterhin auf dem beliebten Mix von literarischem und musikalischem Kabarett in all seinen philoso­phischen und politischen Schattierungen. Schwarzhumoriges, pointiertes Kabarett gibt es unter anderem aus unserem östlichen Nachbarland zu erleben. Der Österreicher Alfred Dorfer kommt ebenso mit einem neuen Programm wie Stefan Waghubinger, der letzte Saison einen Programmhöhepunkt darstellte. Mit Hosea Ratschiller gastiert zudem der österreichische Gewinner des Salzburger Stiers 2017 erstmals in der Kellerbühne.

Kabarett und Comedy aus Helvetien gibt es zum Saisonstart unter anderem mit Bänz Friedli, dem Duo Schön & Gut, Lorenz Keiser und Peter Spielbauer. Mit neuen Programmen sind im Herbst Claudio Zuccolini, Flurin Caviezel sowie Knuth & Tucek zu erleben. Das Duo präsentiert mit «Hexe! – Ein Ritt auf dem Zaunpfahl» sein neues Programm zum Thema Hexenverfolgung und baut speziell für die Kellerbühne historische Ereignisse aus St. Gallen ein. Dazu gibt es eine kostenlose Begleitveranstaltung: eine Stadtführung über St. Galler Hexen im 17. Jahrhundert mit Theologe Walter Frei.

Den feierlichen Abschluss des Jahres 2017 macht das Cabaret Sälewie mit seiner traditionellen Silvesterpremiere. Und einen krönenden Abschluss planen auch Manuel Stahlberger und ­Simon Enzler. Die beiden Kabarettisten haben mit «Neues im Kopf» respektive «Primatsphäre» Premiere in der Kellerbühne gefeiert, und sie geben hier auch jeweils ihre Derniere.

Andreas Stock

www.kellerbuehne.ch

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