Neue Hoffnung für die Ökumene der Kirchen

Der Schweizer Theologe Hans Küng sieht Anzeichen eines neuen ökumenischen Frühlings. Das Klima sei durch den sehr geglückten Beginn des von der Macht- und Prachtkirche Abstand nehmenden Franziskus jetzt schon gefördert worden, sagt Küng im Interview, das morgen im St.Galler Tagblatt erscheinen wird.

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Hans Küng: «Die Chancen sind unbegrenzt.» (Bild: Keystone)

Hans Küng: «Die Chancen sind unbegrenzt.» (Bild: Keystone)

Der Schweizer Theologe Hans Küng sieht Anzeichen eines neuen ökumenischen Frühlings. Das Klima sei durch den sehr geglückten Beginn des von der Macht- und Prachtkirche Abstand nehmenden Franziskus jetzt schon gefördert worden, sagt Küng im Interview, das morgen im St.Galler Tagblatt erscheinen wird.

Es hänge nun davon ab, was der Papst verwirklichen könne und wie gut er beraten werde. «Die Chancen sind unbegrenzt.» Hans Küng fordert die katholische Kirche auf, «dass sie die Ämter der evangelischen, orthodoxen und anglikanischen Kirchen nun vollgültig anerkenne». Auf diese Weise werde eine Abendmahlsgemeinschaft möglich und die Ökumene wäre einen wichtigen Schritt weiter.

Für Küng ist es dringend erforderlich, dass die katholische und evangelische Kirche wieder Tritt fassen. «Das gilt sowohl mit Blick auf die Gläubigen, die sich kritisch von beiden Kirchen abgewendet haben, als auch im Blick auf die Welt, wo beide Kirchen Einfluss verloren haben.» Sein Fazit im Interview: «Katholische und evangelische Kirche haben allen Grund zusammenzustehen.» (Bs.)

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