Neue Gravitationswelle gemessen

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Astronomie Mit dem Gravitationswellendetektor Ligo haben Forscher erneut zwei verschmelzende Schwarze Löcher beobachtet. Es ist das dritte Mal, dass die Anlage in den USA die von Albert Einstein vor rund 100 Jahren vorhergesagten Wellen nachweist. Wie beim ersten Nachweis von Gravitationswellen im September 2015 wurde das Erzittern der Raumzeit auch dieses Mal zuerst im Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik im deutschen Hannover entdeckt, das am Ligo beteiligt ist. Die beiden in den USA befindlichen Ligo-Antennen hatten am 4. Januar 2017 die Gravitationswellen von zwei Schwarzen Löchern aufgefangen, die sich spiralförmig schnell umkreisten und schliesslich zu einem einzigen Schwarzen Loch mit einer Masse von 49 Sonnen verschmolzen. Gravitationswellen strecken und stauchen die Raumzeit ähnlich wie ein ins Wasser geworfener Stein die Wasseroberfläche. Sie entstehen nach Einsteins Relativitätstheorie immer dann, wenn massereiche Objekte sich bewegen. Je grösser die Masse und je schneller die Bewegung, desto höher die Welle. (sda)