Nationale Strategie gegen Antibiotikaresistenz

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Die Resistenzen gegen Antibiotika sind für Mensch, Tier, Landwirtschaft und Umwelt bedrohlich. Deshalb geht der Bundesrat das Problem mit einer Nationalen Strategie Antibiotikaresistenz (StAR) koordiniert an, die er im November 2015 verabschiedet hat. Damit soll die Entstehung neuer Resistenzen verhindert sowie deren Übertragung und Verbreitung eingeschränkt werden. Ein Grossteil der darin geplanten 35 Massnahmen ist bereits in der Umsetzung. Dieses Jahr liegen die Schwerpunkte der Strategie auf der Überwachung von Resistenzen. Der Grundsatz der Strategie lautet «One-Health»: Auf gut Deutsch, die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt ist eng miteinander verbunden und beeinflusst sich gegenseitig. Verschiedene Bereich müssen bei der Resistenzbekämpfung zusammen arbeiten, um die Gesundheit aller zu erhalten. Dazu gehören unter anderem die Überwachung, die Prävention, die ­Resistenzbekämpfung wie auch Forschung und Entwicklung. Die Ergebnisse dieser Resistenzüberwachung veröffentlichen die Bundesämter für Landwirtschaft (BLV) und Gesundheit (BGA) jeweils alle zwei Jahre.

Erste Erfolge konnte das BLV vor Kurzem in der Tiermedizin melden. In der Schweiz werden immer weniger Antibiotika für Tiere verkauft. Erstmals gingen auch die Verkäufe bei den kritischen Antibiotika deutlich zurück, also Wirkstoffe, die auch in der Humanmedizin wichtig sind. Zwischen 23 bis 25 Prozent seien die Vertriebsmengen dieser Präparate zurückgegangen, meldete das BLV. 2016 wurden somit noch 38300 Kilogramm Antibiotika für Tiere verkauft, welche meist dem Futter beigeben werden. (Kn.)