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NACHRUF: Er war eine TV-Legende

Der frühere «Hopp de Bäse»-Moderator Kurt Zurfluh ist tot. Auf einer Reise in Kuba starb der 67-Jährige überraschend an Herzversagen.
Martina Odermatt

Martina Odermatt

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@tagblatt.ch

Sein Sprung in den Vierwaldstättersee nach einer gewonnenen Wette bleibt wohl sein bekanntester Fernsehauftritt. Acht Ruderer hatten gerade ein 320 Tonnen schweres Dampfschiff 30 Meter weit gezogen und somit eine Wette bei «Wetten, dass…?» gewonnen. Um den Ruderern persönlich zu gratulieren, sprang Moderator Kurt Zurfluh ins kalte Wasser.

Nun ist der ehemalige Fernseh- und Radiomoderator tot. Während seiner Ferien in Kuba verstarb Zurfluh am Samstag 67-jährig an einem akuten Herzversagen.

Zurfluh hatte sich selbst gegenüber dem «Blick» einmal als «ausgeglichener Mensch» bezeichnet; er rege sich nie auf. Zudem lebe er gesund, habe nie geraucht, stets viel Sport getrieben und sich «vernünftig und bewusst» ernährt. Der braungebrannte, sportliche Moderator war ein bekanntes Gesicht und eine vertraute Stimme im Schweizer Fernsehen und Radio. Über 40 Jahre arbeitete er beim SRF, präsentierte unter anderem «Sport am Wochenende» und moderierte 15 Jahre lang die Volksmusiksendung «Hopp de Bäse». «Kurt war ein geselliger Mensch, hat auch gerne mal einen Jass geklopft», erinnert sich Ländlerkönig Sepp Trütsch. «Und er war der Liebling aller Schwiegermütter.» Trütsch und Zurfluh wuchsen gemeinsam auf und absolvierten ihren Militärdienst zusammen. Auch Karin Portmann, Journalistin beim Zentralschweizer Regionaljournal, trauert um ihren Freund. 15 Jahre lang haben sie und Kurt Zurfluh im gleichen Team gearbeitet, bis er sich 2012 vorzeitig pensionieren liess. Als «begnadeter Moderator und Journalist mit Leib und Seele» beschreibt ihn Portmann. «Wenn es etwas zu feiern gab, dann feierten wir.» Und als er jeweils von seiner zweiten Heimat Thailand aus den Ferien zurückkehrte, standen überall in der Redaktion Orchideen. «Da wussten wir: Kurt ist wieder da», sagt Portmann. «Kurt war ein ausserordentlich liebenswürdiger und hilfsbereiter Mensch. Er war immer aufgestellt und hatte trotz seiner grossen Bekanntheit keine Allüren, auch nicht gegenüber jungen Journalisten.»

Davon profitierte auch Seppi Odermatt. Der heutige OK-Präsident des Heirassa-Festivals in Weggis wollte als junger Mann Journalist werden. Also schrieb er seinem Vorbild, Kurt Zurfluh, von seinem Traum. Dieser wurde sein Mentor, führte den jungen Mann in den Journalismus ein. Mit der Zeit entstand aus der beruflichen Beziehung auch eine freundschaftliche.

Auch der Humor kam bei Zurfluh laut seinen Berufskollegen nicht zu kurz. Er hatte immer einen Spruch auf den Lippen, konnte auch gut über sich selbst lachen. Das kann Jodlerin Silvia Rymann, die Tochter von Jodlerlegende Ruedi Rymann, bestätigen. Oft wurde sie von Kurt Zurfluh interviewt: «Seine Fragen waren immer kompetent, interessant und sachlich. Er war stets gut vorbereitet und verstand den Jodelgesang ausgezeichnet.» Auch seine positive, humorvolle und gesellige Art habe sie immer wieder beeindruckt.

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