Mutmasslicher Mörder von Genfer Sozialtherapeutin verhaftet

Der mutmassliche Mörder der jungen Sozialtherapeutin, die am Freitag ausserhalb von Genf tot aufgefunden worden war, ist am Sonntag an der deutsch-polnischen Grenze verhaftet worden. Die polnische Polizei habe den Mann am Nachmittag festgenommen, teilte die Genfer Staatsanwaltschaft mit.

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Bewaffnete Polizisten suchen den 39-jährigen mutmasslichen Mörder (Bild: Keystone)

Bewaffnete Polizisten suchen den 39-jährigen mutmasslichen Mörder (Bild: Keystone)

Der Mann war demnach in dem weissen Citroën mit Genfer Kennzeichen unterwegs, mit dem er mit der Sozialtherapeutin am vergangenen Donnerstag zuletzt gesehen worden war.

Der wegen zwei Vergewaltigungen zu insgesamt 20 Jahren Haft verurteilte Mann hatte an diesem Tag seinen zweiten Freigang aus dem Zentrum für Sozialtherapie «La Pâquerette» in Genf. Er wurde von der 34-jährigen Sozialtherapeutin zur Reittherapie begleitet.

Als die beiden um 11 Uhr nicht zum Termin in der Reithalle erschienen und die Sozialtherapeutin auf Handyanrufe nicht reagierte, wurde Alarm geschlagen. Die Frau wurde am Freitag tot aufgefunden.

Ermöglicht hat die Festnahme laut der Staatsanwaltschaft die internationale polizeiliche Zusammenarbeit und Hinweise in der grenznahen Region Schwedt. Der Verdächtige wurde seit Samstag auch via Interpol gesucht. Die Genfer Staatsanwaltschaft hat ein Auslieferungsgesuch gestellt.

Der zweite Fall einer getöteten jungen Frau innert weniger Monate − nach dem Fall Marie im Kanton Waadt − löst erneut schweizweit Kritik am Umgang mit gefährlichen Gewalt− und Sexualstraftätern aus. (sda)