Museen suchen Firmen-Göttis

Die italienische Regierung hat Unternehmen aufgerufen, eines der 20 Museen zu «adoptieren», die seit diesem Jahr eine Sonderautonomie geniessen. Die Unternehmen sollten zu Partnern der Museen und in deren Verwaltung eingebunden werden, sagte Italiens Kulturminister Dario Franceschini.

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Die italienische Regierung hat Unternehmen aufgerufen, eines der 20 Museen zu «adoptieren», die seit diesem Jahr eine Sonderautonomie geniessen. Die Unternehmen sollten zu Partnern der Museen und in deren Verwaltung eingebunden werden, sagte Italiens Kulturminister Dario Franceschini. Zu den Museen, denen seit Anfang 2015 ein Sonderautonomie zuerkannt wurde, zählen unter anderem die Galleria dell'Accademia in Venedig, die Galleria Borghese in Rom sowie die Mailänder Pinakothek Brera und das Schloss von Caserta bei Neapel. Die Direktoren der autonomen Museen waren nach einer internationalen Ausschreibung im August ernannt worden. Der italienische Kulturminister kündigte an, dass die Regierung die Zahl der autonomen Museen verdoppeln wolle. Damit wolle man Italiens Museumssystem mehr Effizienz verleihen. Zu den 20 autonomen Museen zählen der Palazzo Ducale in Mantua, der seit kurzem von Peter Assmann, Ex-Leiter des Privatmuseums Angerlehner in Thalheim, geführt wird, und die Galleria Nazionale delle Marche in der Stadt Urbino, zu deren Direktor der Linzer Peter Aufreiter ernannt wurde. (sda)