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Moderner Rioja

Probiert

Rioja sind in der Schweiz beliebt; über acht Millionen Flaschen wurden letztes Jahr verkauft. Bisher waren die Rioja vorab durch die Assemblage der Traubensorten Tempranillo, Garnacha, Mazuelo und Graciano geprägt. Künftig sollen nun auch die Besonderheiten der einzelnen Jahrgänge und des Terroirs stärker zum Ausdruck gebracht werden.

Ein Gewächs, das die Kriterien für die künftigen offiziellen Lagenweine spielend erfüllen dürfte, ist der Malpuesto der Bodegas Orben. Malpuesto heisst so etwas wie «schlecht gesetzt»: Tatsächlich sind die Traubenreihen, die zwischen 1945 und 1954 auf kalkhaltigen Lehmböden in Rioja Alavesa gepflanzt wurden, etwas wild angeordnet, als ob die Arbeiter schon etwas zu viel vom Vorjahreswein intus gehabt hätten. Offensichtlich tut dies der Qualität aber keinen Abbruch.

Der Wein wird vor allem aus sorgfältig ausgewählten Tempranillo (97 Prozent) gekeltert und mit etwas Graciano ergänzt. Der Malpuesto des eher schwierigen, aber oft unterschätzten Jahrgangs 2014 besticht durch Eleganz und intensive Aromatik. Es fehlen auch nicht die Rioja-typischen Kräuter- und Wild-Akzente, ergänzt durch Barrique-Noten aus französischer Eiche. Schöne Säure und gut integrierte Tannine sorgen für einen langen Abgang.

Hugo Berchtold

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