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MODE: Meister des Schnörkellosen

Der französische Modeschöpfer Hubert de Givenchy ist tot. Der Gründer des internationalen Mode- und Kosmetikkonzerns Givenchy starb im Alter von 91 Jahren.
Katja Fischer De Santi

Katja Fischer De Santi

Eigentlich hätte sich Audrey Hepburn 1953 mit einer Kreation der Paramount-Kostümabteilung begnügen müssen. Aber die Schauspielerin wollte ein Haute-Couture-Kleid aus Paris. Und sie wusste auch ganz genau, wer es entwerfen sollte: der jüngste, der eleganteste, der aufregendste unter den Pariser Couturiers – Hubert de Givenchy. Der hatte sein Atelier erst ein Jahr zuvor eröffnet. Noch längst hatte er nicht den Ruf eines Christian Dior, eines Pierre Balmain oder eines Cristobal Balenciaga. Aber seine Kreationen waren moderner, klarer, schnörkelloser und doch eleganter als die seiner gestandenen Berufskollegen.

Der Designer und die Filmschauspielerin verband eine lebenslange Freundschaft: Für alle klassischen Audrey-Hepburn-Filme hat Givenchy die Kostüme entworfen. Gemeinsam schufen sie eine neue Silhouette der Hollywoodstars. Das elegante «kleine Schwarze» aus «Frühstück bei Tiffany» ist bis heute ein Klassiker. Auch die frühere amerikanische First Lady Jackie Kennedy und die Schauspielstars Elizabeth Taylor und Marlene Dietrich trugen gerne seine Kreationen.

Gute Verbindungen in die Schweiz

Hubert de Givenchys pflegte gute Kontakte in die Schweiz. In den 1970er-Jahren begann die intensive Zusammenarbeit zwischen Max Kriemler, damaliger Chef des St. Galler Textilunternehmens Akris und Hubert de Givenchy. Akris stellte einige Jahre lang Prêt-à-porter-Kollektionen für das Haus her und vertrieb sie auch. Die Familien verbindet seither ein freundschaftlicher Kontakt. Vor mehr als 25 Jahren begann der geborener Graf Hubert James Marcel Taffin de Givenchy, sich aus der Modewelt zurückzuziehen. 1988 verkaufte er sein Modehaus an den Luxuskonzern LVMH, blieb aber künstlerischer Direktor. Im Jahr 1995 präsentierte er seine letzte Modenschau.

Noch vorletztes Wochenende dinierte Hubert de Givenchy gemeinsam mit Chefdesigner Albert Kriemler in Paris. «Er sprudelt noch immer vor Ideen», liess sich Kriemler zitieren. Nur eine Woche später, am vergangenen Samstag, ist Hubert de Givenchy im Schlaf verstorben.

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